Bővebb ismertető
Herr Petermann, Prokurist in der Firma Claasen und Co., stand am Freitag wie immer gegen sechs Uhr auf und rasierte sich gegen halb sieben, nachdem er sidi aus der Küche warmes Wasser in einem blauen weißgepunkteten Tontöpfchen besorgt hatte, dessen Tülle seit Jahr und Tag angeschlagen war. Obwohl er sich einen elektrischen Rasierapparat hätte leisten können (denn Petermann war Junggeselle), hielt er daran fest, sich nach wie vor mit dem Messer zu rasieren, das er sorgfältig am Lederriemen schärfte. Er hatte dafür gewichtige Gründe: Einmal hielt er gern an alten Gewohnheiten fest, die ihm verläßlidi erschienen, zum anderen säuberte das Messer viel gründ-lidier als ein Apparat - er legte großen Wert auf Sauberkeit und ordentliche Kleidung, obgleich er durchaus nidit eitel war -, und drittens ließ sich bei der umständlidieren Prozedur des Schabens sehr viel gründlicher nachdenken als bei dem Gebrauch moderner, zudem recht geräuschvoller Apparate. Herr Petermann hätte nur widerwillig auf diese halbe Stunde innerer Betrachtung verzichtet, die seinen angefüllten Arbeitstag einleitete. So war es auch an dem bewußten Freitagmorgen, der seinem Leben eine völlig neue Wendung geben sollte. Während er das Messer bedächtig über das Leder führte, dachte er wieder an das Versprechen, das er sich selber am