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Einleitung
Einleitung
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ein Jahr mit vielen Erlebnissen, Eindrücken und Aufgaben für die Pädagogik in unseren Waldorf- und Rudolf Steiner Schulen neigt sich dem Ende zu.
Wir sind allen Kolleginnen und Kollegen dankbar, die täglich in aller Welt mit Freude und Tatkraft in Krippen, Kindergärten und Schulen mit den jungen Menschen aller Altersstufen waldorfpädagogisch auf der Grundlage der Anthroposophie arbeiten. Die Aufgabe der Pädagogischen Sektion ist es, die Fragen und Anliegen waldorfpädagogisch tätiger Menschen wahrzunehmen und wo immer möglich eine Unterstützung anzubieten. Es gibt Fragen und sie brauchen eine den jeweiligen Situationen gemässe Bearbeitung.
Wie geht es unseren Kolleginnen und Kollegen? Was können wir tun, um sie für die Aufgaben in unserer herausfordernden Zeit zu stärken? Wie werden wir auf unsere Weise den staatlichen Anforderungen gerecht, ohne die Merkmale einer Waldorfschule zu verlieren? Lösen wir die Rätsel, die die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen mitbringen, so dass der Unterricht ihre Entwicklung unterstützt und sie freudig lernen können und wollen? Wie finden wir angemessene Formen für die kollegiale Zusammenarbeit? Gelingt die Ausbildung in den Seminaren und Hochschulen, dass die neuen Lehrkräfte den Aufgaben gewachsen sein werden und diese individuell ergreifen können?
Viele der hier angeführten Fragen wurden in den letzten beiden Treffen der Internationalen Konferenz bewegt. Ein Bericht der Zusammenkunft im November in Israel von Nana Goebel liegt in diesem Heft vor. Nach
dem Aufenthalt in Israel entstand der Artikel zur Pädagogik des alten und des neuen abra-hamitischen Zeitalters von Tomas Zdrazil und wird in dieser Ausgabe in deutscher Fassung veröffentlicht. Die englische Übersetzung wird im Heft Nr. 54 erscheinen. In Israel wurden auch die erarbeiteten Merkmale einer Waldorf/ Steiner Schule verabschiedet in der Hoffnung, dass sie in allen Ländern, in denen es Waldorfschulen gibt als Grundlage dienen werden. Wichtig ist, dass jedes Land oder jede Region sie in die eigene Sprache übersetzt und durch landes- und kulturtypische Merkmale ergänzt. Die Frage nach der Bedeutung des Klassenlehrerprinzips findet eine Fortsetzung in einem Artikel in deutscher Sprache von Christof Wiechert (die englische Übersetzung erscheint in Heft Nr. 54) sowie in einem Aufruf, sich dieser Thematik in den Konferenzen zu widmen. Ebenso ist ein Aufruf abgedruckt, vorhandene Artikel, Studienarbeiten etc. zum Thema Klassenlehrer an die Freie Hochschule in Stuttgart zu senden, um eine Datenbank zu diesem Themengebiet anlegen zu können. Mit dem Hinweis auf den ENASTE-Kongress und die Ausbildnertagung in Wien nimmt sich Florian Osswald der Frage der Ausbildungen an. Zwei weitere Artikel setzen den Schlusspunkt. Mit Blick auf die Unterrichtsvorbereitung weist Florian Osswald auf die neue Webseite der Internationalen Konferenz hin (www.waldorf-resources.org) und Christian Michaelis-Braun mit einem Bericht über die interne Konferenzarbeit in Mülheim/Deutschland auf die Unterstützung der sozialen Gemeinschaft der Kollegen.
Des Weiteren haben wir intensiv an der kommenden 10. Welt-Lehrertagung 2016 am
Pädagogische Sektion, Rundbrief Nr. 53
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