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Nathanael an Lothar Gewifi seid Ihr alle voll Unruhe, dafi ich so lange - lange nicht geschrieben. Mutter zürnt wohl, und Klara mag glauben, ich lebe hier in Saus und Braus und vergesse mein holdes Engelsbild, so tief mir in Herz und Sinn eingeprágt, ganz und gar. - > Dem ist aber nicht so; táglich und stündlich gedenke ich Eurer aller, und in isüöen Tráumen geht meines holdén Klárchens freundliche Gestalt vorüber und láchelt mich mit ihren hellen Augen 50 anmutig an, wie sie wohl pflegte, wenn ich zu Euch hineintrat. - Ach, wie vermochte ich denn Euch zu schreiben in der zerrissenen Stimmung des Geistes, die mir bisher alle Gedanken verstörte !~Etwas Entsetzliches ist in mein Leben getretenl-Dunkle Ahnungen eines gráfilichen, mir drohenden Geschicks breiten sich wie schwarze Wolkenschatten über mich aus, undurchdringlich jedem freundlichen SonnenstrahL - Nun soll ich Dir sagen, was mir widerfuhr, Ich mufi es, das sehe ich ein, aber nur es denkend, lacht es wie toll aus mir heraus. - Ach, mein harzlieber Lothar, wie fange ich es denn an, Dich nur einigermafien empfinden zu lassen, daft das, was mir vor einigen Tagén geschah, denn wirklich mein Leben so feindlich zerstören konnte! Wárst Du nur hier, so könntest Du selbst schauen; aber jetzt háltst Du mich