Bővebb ismertető
Einleitung
»Eine bürgerliclie Gesellscliaft wollen wir, was ! f ' •
letztliciiiieißt, daß wir nicht wirklicii Bürger sind. ! /' , ^
Um so mehr zögern wir, uns mit dem Kapital zu h ' i^j
identifizieren, zumal wir darüber nicht verfügen. ' ' / ?
Zweifellos ist der Kapitalismus der Preis für die i Í
Demokratie, das akzeptieren wir, der eine begei- | ¦ j .
Stert, der andere weniger begeistert.« , ' j •
»Ungarn, ein Land zwischen Sozialismus und Ka- ; ¦ ., ¦ ¦
pitalismus. Da sind wirnun, so eine Art sozialka- ; :
pitalistischer Mixtur Tag für Tag ist hier zu hören, der Sozialismus sei tot, ich aber habe eher den Eindruck, daß er lebt. Zumindest das, was gestern noch als real existierender Sozialismus bezeichnet
wurde.« -
(jyorgy Konrad
Nach den stürmischen und großen Ereignissen des Jahres 1989 vollzieht sich der Systemwandel in Ungarn heute eher mühsam und konfliktträchtig. Herrschte vor zwei Jahren noch eine Stimmung großer Erwartungen und, zumindest in den Reihen der Intelligenz, eine regelrechte Demokratie- und Europaeuphorie, so sind inzwischen Ernüchterung und Politikverdrossenheit eingetreten. Ja, das Manifest der Demokratischen Charta vom Herbst 1991 und der politische Sturm um das Pamphlet des Schriftstellers und Regierungspolitikers István Csurka ein Jahr später machen deutlich, daß mittlerweile bereits von erheblichen Gefährdungen der Demokratie gesprochen wird.^
1 György Konrád, Die Melancholie der Wiedergeburt, Frankfurt am Main 1992, S.155, 157.
2 Führende Intellektuelle und Anhänger der parlamentarischen Oppositionsparteien ' veröffentlichten im Herbst 1991 ein Manifest (siehe Anhang), in dem sie angesichts gewisser autoritärer Tendenzen der Regierung alle um das Schicksal der jungen ungarischen Demokratie besorgten Bürger aufforderten, die »Demokratische Charta« zu unterschreiben. Zehntausende folgten diesem Aufruf, und viele haben
danach an Kundgebungen und öffendichen Diskussionen teilgenommen. Die bis- ¦ : ,
lang größte von der Charta organisierte Demonstration mit mehr als 50 000 Teil- ,
nehmern fand am 24.9. 1992 in Budapest statt. Sie richtete sich gegen eine vom ! ¦ • ' ,,
Schriftsteller István Csurka geforderte rechtsradikale Wende. Csurka gehört dem Ii- 1 i '
Vorstand der führenden Regierungsparteien an (Ungarisches Demokratisches Fo- .
rum). Wir kommen später auf dieses Pamphlet zurück. 1 i ' ' '' '1
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Szelényi Iván a Yale Egyetem Szociológiai és Politikatudományi Tanszék William Graham Sumner professzor emeritusa, a New York University Abu Dhabi Társadalomtudományi Tanszékének alapító dékánja és Max Weber professzor emeritusa. Az American Academy of Arts and Sciences ösztöndíjasa és a Magyar Tudományos Akadémia rendes tagja. A Corvinus Egyetem, a Flinders Egyetem, a Friedrich-Alexander Egyetem, a European University Institute és a Közép-európai Egyetem díszdoktora. A Magyar Szociológiai Társaság korábbi elnöke és az Amerikai Szociológiai Társaság korábbi alelnöke. A Kaliforniai Egyetem Luckmann Distinguished Teaching díjban részesítette, a magyar állam Széchenyi díjjal ismerte el. A következő könyveknek volt szerzője/társszerzője: Az értelmiség útja az osztályhatalomhoz (1979), Városi társadalmi egyenlőtlenségek (1983), Szocialista vállalkozók (1988), Kapitalisták nélküli kapitalizmus (1998) és A kirekesztettség változó formái (2006).