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Thomas!Mylord!Der Diener - angespanntes Interesse in seinem wenig einneh-menden Gesicht - wartete, während der blasse Mann hinter demSchreibtisch einen kleinen Stapel Papiergeld sortierte.Den abgenutzten Stahlkasten, dem es entnommen war, fülltebis zum Rand ein hoffnungsloses Durcheinander von Banknotenund Kupons.Thomas! erklang es zerstreut von neuem.Mylord!Stecken Sie das Geld in jenes Kuvert das nicht, Sie Dumm-kopf! Das graue. Ist es adressiert?Jawohl, Mylord.Kleben Sie es zu und lassen Sie es einschreiben. Wo ist Mr. Ri-chard? In seinem Arbeitszimmer?Nein, Mylord. Er ging vor einer Stunde fort.Harry Alford, der achtzehnte Graf von Chelford, seufzte. Er warin der ersten Hälfte der Dreißig, hatte das zarte, blasse Gesichtdes geistigen Arbeiters und pechschwarzes Haar, das die Blässenoch unterstrich. Die Bibliothek, in der er arbeitete, war einungewöhnlich hoher Raum, an drei Seiten von einer Galerie um-geben, zu der eine eiserne Wendeltreppe in einer Ecke des Zim-mers hinaufführte. Von der Decke bis zum Fußboden war jederZoll der Wände mit Bücherregalen bedeckt, abgesehen von demPlatz über dem mächtigen, offenen Kamin, wo in Lebensgrößedas Bild einer wunderschönen Frau hing. Und niemand, derSeine Gnaden sah, konnte auch nur einen Augenblick verken-nen, daß diese Schönheit seine Mutter war. Dieselben feinenGesichtszüge, das gleiche rabenschwarze Haar und dieselbendunklen Augen. Da Lady Chelford sehr bekannt war, bildete ihrtragisches Ende seinerzeit eine große Sensation.Harry Alfords Blicke streiften das Porträt. Ihn dünkte das alteHerrenhaus von Fossaway trotz all seiner Schönheit ein armseli-ger Rahmen für solch ein Juwel!Der Diener in seiner nüchternen, schwarzen Livree zögerte ander Tür.Weiter nichts, Mylord?