Bővebb ismertető
KAPITEL I Edna Foster war von ihren lutherischen Eltern auf dem Gut draufíen vor Milwaukee von frühauf dazu angehalten worden, pünktlich zu sein und zuverlássig und mit Ausdauer zu arbeiten. Das war ihr schon bei ihrer ersten Sekretárinnenstellung in Detroit zustatten gekommen und noch mehr in ihrer Stellung als Privatsekretárin bei D. C. - „Der Chef" -, als er noch Senator war. Als D. C. jedoch Prásident der Vereinigten Staaten geworden war, hatte sie gemerkt, dafi ihre Erziehung ihr im Wege stand. D. C. fand, dafi sie ihm unentbehrlich sei. Er wufite nicht, dafi ihre Tüchtigkeit von geregelter Arbeit abhing. Im Weifien Haus gab es das nicht. Da hatte der Tag 25 Stunden und der Monat 32 Tage. Gestern hatte spátabends Gouverneur Wayne Talley angerufen, der persönliche Referent des Prásidenten. „Wie steht's mit Ihrer Erkáltung, Edna?" hatte er gefragt. „Könnten Sie morgen schon ganz früh kommen?" Sie hatte prompt gehustet. „Selbstverstándlich kann ich." „Schön. Gegen sechs dann, ja? Ich weifi, es ist hart, aber die Russen setzen uns zu. D. C. dürfte sich schon früh mit Kasatkin am Verhandlungstisch in Frankfurt treffen. Wenn die beiden Mittagspause machen, ist es bei uns sieben Uhr. Wir haltén dann eine Telephonkonferenz mit Frankfurt im Kabinettssaal. An der aufíerordentlichen Sitzung werden sieben oder acht Herren teilnehmen." Da war's alsó wieder. „Aufierordentlich" - der Feind der Ordnung und Ruhe. Schon um 5.45 Uhr holté sie der Dienstwagen ab. Um zehn nach sechs war sie in ihrem Zimmerchen, das zwischen dem berühmten „Óval", dem Arbeitszimmer des Prásidenten, und dem Kabinettssaal lag. Sie hángte ihren Mantel neben dem Bücherschrank auf, trat niesend vor den kleinen Wandspiegel neben dem hellpolierten Aktenschrank und blinzelte kláglich ihr stráhniges braunes Haarnest