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Coras Abschied
Im Osten schimmerte das erste SonnenUcht über dem Wald, als sie das Schloß verließ. Sie schlich lautlos wie eine Katze, blieb an der Tür stehen, blickte sichernd umher, lauschte, alles war still, nichts rührte sich.
Keiner hatte sie gesehen und gehört, sie schliefen wohl alle noch. Es war spät geworden am Abend zuvor, das Essen zog sich lange hin, Rosine hatte ihr Bestes getan, denn sie wußte um die gespannte Atmosphäre im Haus und hoffte wohl, durch eine ausgedehnte und üppige Tafel die Gesellschaft friedfertig zu stimmen. Viel genützt hatte es nicht. Zwar saßen sie nach dem Essen noch zusammen in der Halle, die Stimmung blieb gedrückt, das Gespräch war mühsam. Jochen hatte vorgeschlagen, nach Hause zu fahren, aber seine Frau widersprach. Wenn Irene schon einmal hier sei, dann wolle sie auch den Rest des Abends mit ihr verbringen. Aber dann fiel ihr doch nichts anderes ein, als Irene mit dem Gejammer über ihre BCinder zu langweilen, das die anderen schon zur Genüge kannten. Daß das Gespräch nicht ganz erstarb, war Gisela zu verdanken, sie war klüger und geschickter als Hella, verstand es gut, kleine spöttische Bemerkungen anzubringen und direkte Fragen elegant zu servieren. Aber von Irene war nicht viel zu erfahren, sie wirkte abwesend, schon während des Essens hatte sie kaum