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Prolog
In einer Zeit, als auf dem Olymp noch Götter lebten, gebar
Hera einen Knaben und nannte ihn Hephaistos. Als sie aber bemerkte, dass die Füße des Jungen missgestaltet waren, schämte sie sich seiner und schleuderte das Kind vom Olymp hinab ins Meer. Der Knabe stürzte in die Tiefe, doch statt an den scharfen Felsenklippen zu zerschellen, wurde er von Thetis und Eur-ynome aufgefangen. Sie waren die Töchter von Okeanos, dem Gott des Meeres, der einst auch Hera erzogen hatte. Die beiden Schwestern behielten den Knaben bei sich und verbargen ihn viele Jahre in einer Meeresgrotte.
Hephaistos wuchs heran und lernte, sich den Vulkan des Feuerbergs als Schmiede nutzbar zu machen. Er fertigte darin edles Geschmeide, schönste Paläste mit goldenen Dienerinnen und kunstvolle, scharfe Waffen für Achilles, den tapferen Kämpfer. Doch statt glücklich über seinen Ruhm als Schmied zu sein, sann Hephaistos auf Rache an seiner Mutter. Er schmiedete einen goldenen Thron, den er ihr bringen ließ, und als Hera sich setzte, wurde sie von goldenen Fesseln festgehalten. Niemandem gelang es, sie zu befreien, also beschlossen die Götter, Hephaistos in den Olymp zurückzurufen. Hephaistos aber weigerte sich. Ares versuchte, ihn mit Gewalt zurückzubringen, doch er scheiterte. Dionysos dagegen gelang es, ihn trunken zu machen und zurück in den Kreis der olympischen Götter zu führen.
Hephaistos, der Gott der Schmiede, ließ sich nun doch versöhnen und befreite seine Mutter von den Fesseln ihres Throns. Für Eros soll Hephaistos übrigens ganz besondere Pfeile geschmiedet haben