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Brand in der Taiga
Der Himmel über dem transbaikalischen Flu^ Oljokma ist mit feinen Ascheteilchen überzogen. Sie werden durch den Wind von den Ufern des Tungris über die fast 2 000 Meter hohen Berge herübergetragen. Der junge Ewenke Ilka beobachtet von seinem Boot aus aufmerksam die fernen Rauchfahnen. Das Feuer mu^ noch weit weg sein, ob es ihn hier erreichen wird? Ilka ist erst 12 Jahre alt, aber er hat schon zwei furchtbare Waldbrände miterlebt. Das erste Mal wäre Vaters Zelt beinahe verbrannt. Im letzten Augenblick konnten sie die Rentiere retten und zur Oljokma fliehen. Den fast 200 Meter breiten Flu^ vermochte das Feuer nicht zu überspringen.
Ilka besitzt das feine Gehör eines Taigabewohners. Seine Sinne sind stets voll angespannt, und wie sein treuer Begleiter, der Hund Murát, ist er immer hellwach. Er lauscht. Ein Hubschrauber fliegt vorüber. Er kommt sicher aus Talaja, um den Brand zu löschen. Jeden Tag setzt er neue Feuerwehrleute ab. Manchmal landet er, aber meist streut er sie, so wie jetzt, aus seinem Rumpf aus. Interessiert verfolgt Ilka, wie das vor sich geht. Sein Boot, er nennt es liebevoll „Birkenhahn", lä^t sich währenddessen nur schwer gegen die Strömung rudern. Es ist unruhig und zappelig wie der Schwanz eines Hundes. Ilka mu^ aufpassen, da^ es nicht kentert. Der Vater hat ihm versprochen, gegen Abend am Lagerplatz einzutreffen. Weil es schneller ging, hat Ilka den Wasserweg vorgezogen. Schon gestern war er an der verabredeten Stelle angelangt. JSiun paddelt er aus Langeweile auf dem Flu5 herum und wartet auf den Vater. Er beobachtet besonders das linke Ufer. Obwohl der Brand noch weit weg ist, flüchtet das Wild vor dem Feuer. Wie sagt der