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EINLEITUNGDer Fund wurde 1982 in der Gemeinde Tokorcs (Komitat Vas) geborgen. Er bestand aus 10 789 Münzen und einigen Eisengeräten, die alle in einem großformatigen Bronzegefäß vergraben waren. Die Beschreibung und die Bewertung der Eisengeräte wie auch des Bronzegefäßes stammt von Magdolna Medgyes, der Archäologin des Savaria Museums in Szombathely, die auch die Bergungsgrabung am Fundort unternahm. Die Bestimmung der Münzen erfolgte durch Melinda Torbägyi und Katalin Birö-Sey.In der Gemarkung von Tokorcs, in Richtung Nagysimony, wurde bei Geländearbeiten zur Einsetzung von Nußbäumen im Streifen zwischen der Landstraße und der Bahnlinie am 24. November 1982 ein großformatiges Bronzegefäß mit spätrömischen Bronzemünzen und Eisengeräten darin gefunden.' Auf die Nachricht hin, die von drei Stellen ins Savaria-Museum eingetroffen war,^ begaben sich die Mitarbeiter des Museums zum Fundort, übernahmen die Fundobjekte, die vom Baggerführer und seinem Gehilfen' eingesammelt worden waren, und besichtigten die Fundstelle. Die Objekte, die aus dem beschädigten Gefäß herausgefallen waren, hatte der Bagger in einem Umkreis von 2 bis 3 m verstreut. Die Mitarbeiter des Museums untersuchten deshalb das ganze Gelände und fanden weitere Bronzemünzen in beträchtlicher Menge und zwei Eisengeräte.DIE FUNDOBJEKTEBeschreibung der Fundobjekte1. GefäßEs handelt sich um ein großformatiges Bronzegefäß mit Ausgußtülle und zwei Henkeln. Der Rand ist schräg nach außen gebogen, der Hals verbreitert sich der Schulter zu, die Schulter springt hervor. Der Gefäßkörper ist bauschig. Die beiden vollen Henkel wurden an ihren Enden breitgehämmert und mit je zwei Nieten am Körper befestigt. Der Gefäßboden ist flach. Das Gefäß wurde aus zwei dicken Bronzeblechen gefertigt: der untere Teil ist aus einem Blech gestaltet, die beiden Enden des Bleches des Oberteils sind aufeinandergebo-gen und hinten vernietet. Die Zusammenfiigung von Oberteil und Unterteil ist gezackt und verlötet. Das Gefäß wurde von der Baumaschine stark beschädigt, seine runde Ausgußöffnung wurde oval, sein Körper flach gedrückt und bei der Fügung zerrissen, nur noch der Henkel hielt den Körper zusammen. Das Unterteil wurde an mehreren Stellen zerschnitten. Zur Zeit der Auffindung war das Gefäß von Patina bedeckt und an seinem Boden befand sich eine Rußschicht. Durch die Restaurierung erhielt das Gefäß in etwa seine ursprüngliche Form zurück und wurde von innen mit Bronzebändern gefestigt. (Abb. 1.) H.: 35 cm; Munddurchm.: 24 cm; Bodehdurchm.: 17 cm. Inv.-Nr.: R.92.2.1.MaterialzusammensetzungFeNiCuAsAqSuSbAuPbBiHenkel 10,29-95,370,150,141,931,67-0,45-Henkel 20,20-91,10--6,771,94---Oberteil0,400,1289,12--6,413,95---Unterteil0,180,2586,420,38-8,204,57---(Materialuntersuchung von László Költő, I. Halbjahr 1996.)1M. Medgyes, Tokorcs. Rég.Füz. 1/36 (1983), S. 51. Nr. 88.2Die Meldung kam von András Csizmadia, Vorsitzender der Produktionsgenossenschaft Nagysimony, welche die Arbeit ausllihrte, weiters von Lajos Kiskéri, Mitarbeiter der Wasserregulierungsgesellschaft Hegyhát-Kemenesalja, und aus dem Nádasdy-Museum, Sárvár.3István Molnár und Zoltán Deé.