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ERSTES KAPITEL
Böse Praktiken. Große Nachfrage nach Pfarrern
Es
^s gibt unvernünftige Städte, die jammern und klagen: „Wir haben viel gelitten, denn hundert oder sogar zweihundert Jahre lang hatten wir die Türken auf dem Hals!"
Dabei ist das der bare Unsinn. Am meisten ausgestanden haben die Orte, in denen weder die Türken, noch die Kurutzen oder die Labanzen herrschten und die ihr Leben aus eigener Kraft zu fristen hatten wie zum Beispiel die Stadt Kecskemét. Denn wo eine der kriegführenden Parteien die Macht hatte, da räuberte und brandschatzte nur diese eine Partei, und die anderen trauten sich nicht einmal in die Nähe. Dagegen war der Ort, in dem es keine Besatzung gab, der Willkür aller preisgegeben.
Bekam der Budaer Pascha plötzlich Appetit auf Proviant oder Geld, dann hieß es einfach: „Hör mal, Derwisch Beg, schicke doch ein Schreiben an den Bürgermeister von Kecskemét!"
Und der Brief, der Stilblüten wie „Ihr spielt mit Eurem Kopf" nicht entbehrten, ging auf der Stelle ab.
Auch der Musta Beg von Szolnok hatte Cegléd, Kőrös, Kecskemét und den benachbarten Dörfern gegenüber keine Hemmungen. Jede Woche legte er ihnen neue Lasten auf und befahl: „Dieses Schreiben Eures Herrn sollt Ihr zu Pferde in allen Städten und Dörfern herumtragen und nicht anders han-dehi."
Aber auch der wackere Herr Imre Koháry, der im Namen