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Optimistische Idiotin, die ich bin! Sprinté von der U-Bahn bis zum Büro zu einer lachhaft frühen Stunde. Glauben Sie mir, nie-mand rennt schneller als ich durch die Strafien von New York. Schlángel-Frankie habén sie mich schon genannt. Schlángel-Frankie Severino. Weil ich mich námlich trotzdem niemals unda-menhaft durchgeboxt oder durchgedrángelt habe. In meinen lángén Jahren als Bahnfahrerin von Brooklyn nach Manhattan hinein habe ich eine patentreife Methode entwickelt, wie man sich tánzelnd und mit Sidesteps selbst durch die riesigste Men-schenmenge bewegt. Wáre ich ein Mann, wáre ich praktisch unschlagbar als Linebacker beim Football.Gut, oder vielmehr nicht gut. Alsó, als ich an diesem Tag in aller Herrgottsfrühe mit dem Aufzug nach oben fahre in mein Büro in der Agentur - Loring Model Management in der ich arbeite, weiE ich: Heute ist der Tag. Der Tag. Ich hab's getráumt. Dafí ich námlich das langerwartete Fax von Necker aus Paris erhalte. Und das war so unglaublich wirklich, sage ich Ihnen, ich meine, nicht íraumwirklich, sondern ec/tíwirklich, dafi ich aufgewacht bin und mein Herz geklopft hat wie verrückt. Ich war voller Vorahnung und Vorfreude, und jeder Kámpferinstinkt, der nun mai in mir ist, war wach und feuerte mich an. Die ganze Voraufregung, oder wie man da sagt, liefi mich aus dem Bett hüpfen, wie gefedert, anziehen in zehn Minuten und losrasen zur Subway, ohne dal? ich auch nur einen Bissen von einem Hörnchen oder einem Bröt-chen im Magén hatte.Und dann ist das blöde Fax nicht da. Der kleine Botenwagen wird reingeschoben, und nichts ist drauf. Die schnieke, glitzernde Fax-maschine parkt da auf ihrem Schreibtisch wie eine tote Katze, und auch noch zu hoch oben, als dafi ich ihr einen Tritt geben könnte - wie einem Cola-Automaten, aus dem keine Dose her-auskommt, obwohl man das Geld eingeworfen hat. Was bleibt einem übrig, als voller Wut davonzustampfen? Wenigstens hatte