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Die Verweigerung
Im Familienregister einer Kirchengemeinde der Stadt Hamburg war er als Maximilian Pippig, Sohn der Caroline Pip-pig aus München, eingetragen worden. Einige Zeit später, nach dem Tod seiner Mutter, deren Darmkrebs üppige Metastasen ausgeschüttet hatte, war er von Jon Claas, seines Zeichens höherer Finanzbeamter der Stadt, adoptiert worden, wobei seinem ersten Vornamen ein zweiter hinzugefügt wurde.
Dieses war der erste Fehler seines allein erziehenden »Adoptivvaters«. Von nun an hieß er Maximilian Morten Claas. Seine Abneigung gegen diesen zweiten Vornamen steigerte sich allmählich zu regelrechtem Haßempfinden, je stärker seine häusliche Umgebung den ersten ignorierte. Der zweite Fehler seines Vaters, dem er, wie er später einmal erklärte, den sukzessiven Vernichtungsversuch seiner Identität zu verdanken hatte.
Weshalb seine Mutter ihr farbenfrohes Bayern gegen diesen blassen Norden eingetauscht hatte, konnte er nie in Erfahrung bringen. Wahrscheinlich war es nichts als ein dümmliches und gefühlloses Schicksal gewesen, das sie dorthin verschlagen hatte.
Lange Zeit hörte er in seinen Tagträumen den Klang ihrer Stimme, den bezaubernden oberbayerischen Dialekt, mit dem sie ihm meist schwerverständliche Worte zurief,