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Erster Teil
Der Melechowsche Hof liegt am Ende des Chutors. Das Tor des Viehhofs führt nach Norden zum Don. Acht Saschen tief fällt der Hang zwischen mattgrün schimmernden moosbewachsenen Kreidefelsen ab zum Ufer. Ein mit Muscheln übersäter, perlmuttfarben schillernder Streifen, ein grauer, gezackter Saum von den Wellen geküßter Kiesel und dann - die im Wind aufschäumende, sich in bräunlichem Glanz kräuselnde Strömung des Flusses. Im Osten, hinter den Weidenzäunen der Tennen, die alte Hetmanstraße, silberhaariger Wermut, brauner, von Pferdehufen zerstampfter Wegerich, am Kreuzweg ein Kruzifix, dahinter die im Dunst verschwimmende Steppe. Im Süden der Kreidekamm eines Berges. Im Westen eine Straße, die über den Dorfplatz führt und sich in einer Niederung verliert.
Nach dem vorletzten türkischen Feldzug kehrte der Kosak Prokofi Melechow in seinen Chutor zurück. Aus dem Türkenlande brachte er sich eine kleine, in einen Schal gehüllte Frau mit. Sie versteckte ihr Gesicht und zeigte nur selten ihre sehnsüchtigen und menschenscheuen Augen. Der seidene Schal atmete ferne, unbekannte Düfte, seine Regenbogenfarben erregten den Neid der Frauen. Die gefangene Türkin hielt sich abseits von Prokofis Angehörigen, und der alte Melechow wies seinem Sohn bald seinen Landteil zu. Aber er vergaß die Kränkung nicht und betrat bis zu seinem Tod kein einziges Mal den Hof des Sohnes.
Prokofi begann gleich zu bauen: Zimmerleute rüsteten ihm