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ERSTERTEIL
Im April T918 kam am Don eiiie gewaltige Spaltung zum Abschluß: die Frontkosaken der nördlichen Bezirke - Chopjorski, Ust-Medwedizkaja und teilweise auch des oberen Donbezirkes - gingen mit Mironow und den sich zurückziehenden rotgardistischen Truppenteilen; sie wurden von den Kosaken der südlichen Bezirke verfolgt und an die Grenzen des Gebietes gedrängt. Die Kosaken vom Chopjor schlössen sich fast vollzählig Mironow an, die von Ust-Medwedizkaja zur Hälfte, die des oberen Donbezirkes nur in geringer Zahl.
Endgültig hat die Geschichte die Kosaken des oberen und unteren Dons erst im Jahre 1918 gespalten; doch der Beginn dieser Spaltung machte sich schon vor Hunderten von Jahren bemerkbar, als die minder wohlhabenden Kosaken der nördlichen Bezirke, die weder die fetten Felder der Asowschen Niederung noch Weinberge noch reiche Fischerei- und Jagdgründe besaßen, sich zeitweise von Tscher-kassk losrissen und auf eigene Faust die großrussischen Ländereien überfielen. Sie waren von Stenka Rasin bis Sekatsch die zuverlässige Stütze aller Rebellen.
Selbst in späteren Zeiten, als sich das ganze Kosakengebiet, von zaristischer Hand unterjocht, in dumpfer Erregung befand, erhoben sich die Kosaken des oberen Dons ganz offen und rüttelten, geführt von ihren Atamanen, an den Grundpfeilern der Zarenmacht; sie schlugen sich mit den Krontruppen, raubten die Karawanen am Don aus, drangen bis zur Wolga vor und wiegelten auch das besiegte Saporoshje zum Aufstand auf.
Ende April war das Dongebiet zu zwei Dritteln von den Roten gesäubert. Nachdem sich ganz klar die Notwendigkeit gezeigt hatte, eine Gebietsregierung zu schaffen, wurde von den Führern der im Süden kämpfenden Truppen der Vorschlag gemacht, den Gebietskosakenrat einzuberufen. Für den 28. April war in Nowotscher-kassk eine Zusammenkunft aller Mitglieder der Provisorischen