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Vorwort
Berlin lag in Sdiutt und Asche, Frankfurt und Stuttgart waren zu Trümmerfeldern geworden. Millionen Flüchtlinge durchzogen die Straßen der westdeutsdien Städte, wo die gespenstischen Überreste ausgebombter Häuser den Zufluditsuchenden mitleidslos entgegenstarrten.
Der Krieg war vorüber, dodi die Wunden blieben. Es würde Zeit braudien, bis diese wieder geheilt wären.
Jahre würden erforderlich sein, bis der Schutt abgetragen wäre, und die Erinnerung an Adolf Hitler würde nie mehr ganz ausgetilgt werden können. Deutschlands Wiederaufbau würde mehr erfordern als Mörtel und Backsteine. Der im Herzen der älteren deutschen Generation einst so fest verwurzelte Glaube war während der zwölfjährigen Sdireckensherrsdiaft der Nazis heftig ins Wanken geraten.
Zusammen mit meinem Freund J. P. Kolenda besichtigte idi einmal in der Nähe von Frankfurt ein Grundstück. Gemeinsam besahen wir uns die niedrigen grauen Gebäude auf dem völlig verwilderten Gelände.
»Hier willst du also eine Schule einrichten, um junge Deutsche für den Predigtdienst auszubilden«, sagte idi nachdenklich. »Idi weiß, daß die Gebäude hier verwahrlost und unzureichend sind«, erwiderte mein Freund. »Wir würden ja etwas Besseres erstellen, wenn wir nur die finanziellen Mittel dazu hätten.« Langsam hob ich die Hand und ergriff die seine zum Zeichen, daß er meiner tatkräftigen Unterstützung sicher sein könne. Einen Augenblick blieb mein Blick unverwandt auf meiner Hand haften, so, als würde sie gar nidit mir gehören. Warum hatte icäi meinen Freund so impulsiv meiner Mithilfe versichert? Wieviel Geld könnte ich wohl für diesen Zweck bekommen? Und wo? Und wie?
In den Wodien, die meinem in Frankfurt gegebenen Verspre-cäien folgten, regnete es fast ununterbrochen. Auch der Himmel