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Jedes Gefecht ist also die blutige und zerstörende Abgleichung der Kräfte, der physischen und moralischen. Wer am Schluß die größte Summe von beiden übrig hat, ist der Sieger.ClausewitzDie Nacht des SiegesMir tut nichts weh. Seltsam. Ich befühle meinen Unterleib, den Bauch, die Schenkel, auch die Beine -und wundere mich: Sind das meine Beine? Und werden sie's je wieder sein? Mein Hintern ist weich, nachgiebig, glatt, fühlt sich an wie ein mit Seide bezogenes Daunenkissen. Ein lebloser Gegenstand, tot. Streichelt man einen Hund oder eine Katze, verspürt man in der Hand ein Beben - ein Leben berührt das andre. Faßt man sich an die Nase oder ans Ohr, signalisieren zarte Nerven die Berührung zweier Teile des eigenen Körpers. Betaste ich jedoch meine Schenkel, bekomme ich keine Antwort auf diese Berührung. Meine Beine fühlen sich an wie Prothesen. Man sagt, manchmal spüre der Mensch auch in einem Holzbein ein Zwicken, Jucken, Krämpfe Ich fühle nichts. Mir tut nichts weh.Mein Leib ist vom Gürtel abwärts leblos, reglos, fühllos, trotzdem ein Teil meines Ichs, gehört untrennbar zu mir. Ich bin's und bin's doch nicht. Ich lebe und lebe nicht.Der Mensch denkt nicht mit den Beinen, die Gedanken werden im Kopf geboren. Mein Kopf ist in Ordnung, er ist so lebendig und mit Gedanken geladen, daß ich mir wünsche, es möge umgekehrt sein: die Füße voll Leben und der Kopf tot, damit ich nichts wahrzunehmen, mich an nichts zu erinnern, nichts zu empfinden brauche.