Bővebb ismertető
Geleitwort
Ein großes Firmenjubiläum wie das des Verlages Walter de Gruyter ist
Anlaß für einen Blick in die Vergangenheit, für die detaillierte Aufarbeitung
und zusammenfassende, aktuelle Darstellung der Geschichte dieser Einrich-
tung, die vor allem durch zahlreiche bemerkenswerte Verlagsfusionen ge-
kennzeichnet ist. Dabei wird deutlich, welch hohen Anteil der Verlag an
der kulturellen und wissenschaftlichen Ausstrahlung Berlins gehabt, welch
wichtige Rolle er als Partner für die Berliner Universität, die Akademie der
Wissenschaften, für die wissenschaftlichen Einrichtungen und Ministerien,
aber natürlich auch für Generationen herausragender Wissenschaftler und
führende Personen der Zeitgeschichte eingenommen hat.
Sein besonderes Kapital ist neben dem auch heute wohl einmaligen
Lager lieferbarer Titel ein in zwei Jahrhunderten entwickeltes Renommee
sowie ein unverwechselbares breites wissenschaftliches Verlagsprofil, das den
jeweils veränderten Rahmenbedingungen geschickt angepaßt werden
konnte.
Der Verlag Walter de Gruyter ist in seiner heutigen Form nach dem
Ersten Weltkrieg entstanden aus dem Zusammenschluß von fünf bis dahin
selbständigen Firmen: G. J. Göschen sehe Verlagshandlung, Verlagsbuch-
handlung I. Guttentag, Georg Reimer, Karl I. Trübner und Veit & Comp. In
den folgenden Jahren wurde er um weitere wissenschaftliche Verlage erwei-
tert. 1971 wurde in New York eine Tochterfirma gegründet, 1977 und 1978
Verlage in den Niederlanden und den USA übernommen. So hat er sich zu
einem der wichtigsten europäischen Wissenschaftsverlage in privater Hand
entwickelt. Der Bogen spannt sich von den Geisteswissenschaften und der
Theologie bis zu den Sprachwissenschaften, der Rechtswissenschaft, der Me-
dizin und den Naturwissenschaften. Viele berühmte Publikationen sind mit
dem Namen de Gruyter verbunden, erinnert sei hier nur an die Sammlung
Göschen, Kürschners Deutscher Literatur- bzw. Gelehrten-Kalender, das Mi-
nerva-Jahrbuch der gelehrten Welt, Staudingers Kommentar zum Bürgerli-
chen Gesetzbuch, Kluges Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache