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VORWORT
Dies Buch stellt sich die Aufgabe, die Künstler auf den Weg des Lebens zu weisen, von dem sie abgeirrt sind, und den schaffenden Kreisen des Volkes bemerklich zu machen, welche grosse, ja entscheidende Bedeutung die Entwicklung und das Schicksal der Kunst für sie und all ihr Tun und Leben im gegenwärtigen Zeitpunkte hat. Es wendet sich daher zugleich an die Künstler und an alle tätigen Menschen, die das Bedürfnis empfinden, einen Sinn in ihrer Arbeit zu erkennen, und die die Hoffnung nicht aufgeben wollen, dass eine Zeit kommen wird, wo ihr Schaffen beglückter und beglückender ist, als heute. Der Verfasser möchte für nicht mehr genommen werden, als für einen Mann des Lebens. Er hat keinen Anspruch auf den Ehrennamen eines Gelehrten; er unterfängt sich nicht philosophischer Systematik, besitzt nicht die Phantasie des Dichters, ist kein ausübender Künstler und weiss sich frei von dem Ehrgeiz phantastischer Weltbeglücker. Ihm selbst hat die Kunst das Leben gedeutet und sein Chaos entwirrt, und sie hat ihm die Zuversicht gegeben, dass das deutsche Volk einer grossartigen Kulturmission, einer Zeit der vollkommenen Entfaltung seiner Kräfte entgegengeht. Den Niederschlag dieser Erlebnisse und Erfahrungen wünscht er in diesem Buche zu geben, in der Hoffnung, Leser zu finden, in denen seine Gedanken gleichgestimmte Saiten zum Schwingen bringen.