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1. Kapitel
Wie ein glitzerndes Band hob sidi der Hodibahn-zug gegen den naditdunklen Himmel ab, wenn er an der Krümmung der Gleisführung sichtbar wurde und mit rollendem Lärm in den Bahnhof Hallesdies Tor einfuhr.
Jedesmal, wenn dieses glitzernde Band von fern sichtbar wurde, drehte sich Fritz Bondersen, der auf der Straßenseite vor demBahnhofseingang nun sdion fast eine Stunde auf und ab ging, um und strebte der Bahnhofsvorhalle zu. Dort faßte er am Fuß der Treppe, die vom Hochbahnsteig herunterführte, Posten, bevor noch das grelle Quietschen der Bremsen anzeigte, daß der Zug in die Bahnhofshalle eingelaufen war. Gespannt beobachtete er die Treppe: Mit diesem Zug mußte Edith kommen! Ganz bestimmt! Um elf Uhr waren sie verabredet, und nun war es mittlerweile bald zwölf Uhr geworden.
Lieber Gott, fuhr es dem Zwanzigjährigen durdiden Kopf, laß sie mit diesem Zug kommen! Doch im gleichen Augenblick wurde seine Spannung von einem leichten Ärger über sich selbst abgelöst: Was sollte dieser kindische Rückfall in die Pennälerzeit? So hatte man als Sdiüler versucht, das SdiiÄsal gnädig zu stimmen, als es um eine gute Note im Hausaufsatz, um das Bestehen einer Zwischenprüfung ging
Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder der Bahnsteigtreppe zu. In dieser vorgerüdcten Stunde waren es nur wenige Fahrgäste, die an der Station ausstiegen. Drei, vier junge Burschen, die sich lärmend über