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erstes buch THORD KOLSSOHNHedwigKlare Luft - klare Luft und der Himmel voll Bläue.Der Weg läuft auf einem Band entlang, das wie in den Felsen gehauen ist. Rechts davon fällt der Berg etwa drei bis vier Meter tief ab, glatter Fels, bräunlichrot. Darunter dann beginnt der schräge Hang: einzelne Felsen ragen aus dem grünen Gras, das von Blumen leuchtet, einzelne Fichten, auch Fichtengruppen, so fällt er in wedi-selnder Neigung, bald steil, bald sanft und allmählich hinunter bis zur Talsohle. Drunten rauscht ein breiter Bach über Geröll und Kies. Man könnte meinen, sein Rauschen sei bis hier oben zu hören, denn mein Brauner tappt lautlos im tiefen grünen Teppich, der den Weg überwuchert. Man könnte meinen - aber das ist Einbildung, der Bach fließt wohl an die vierhundert Meter unterhalb meines Weges, und das Brausen, das Rauschen kommt vom Wind, der in den Fichten singt und um die Felskanten herumpfeift.Drüben steigt der Berg westwärts nur allmählich an, drüben, auf der anderen Seite des Tales, liegen auf den Matten ein paar Höfe, winzig klein von hier aus, wo ich reite.Darüber lagert schwarzblau der Wald. Er zieht sich um den ganzen Berg herum, fast auf der Höhe meines Weges und weit darüber hinaus. Aus dem Waldschatten steigt der rote Fels senkrecht in den Himmel hinein, der dunkelblau ist, tief und so rein - so rein wie der Schnee, der aus schmaler Scharte zwischen den beiden Gipfeln des Berges hervortritt, matt überschimmert vom Widerschein der roten Felsenhänge, tiefblau durchschauert von zartem Dunkel in Mulden, Töpfen, flachen Rinnen und Senken. Der rosigweiß und graublau und tiefgelb übertupfte, farbige Sturz des Sdinees breitet sich von der Höhe aus wie ein Strom, der dem Meere zufließt, wird breiter und breiter in gleißendem Fluß und verliert sich im Dunkel der Wälder, aus denen überall weißschäumende Sdimelzwasser ins Tal hinunterspringen, hinunterfallen, hinunterwirbeln.Und über allem die klare Luft und der Himmel voll Bläue, einem Blau so tief, so dunkel wie die Enzianblüten, die in dichten Scharen aus den Bergschluchten zu meiner Linken herunterquellen.