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Ein Heim für das Hochlandvieh
as heutzutage die Menschen zum Auswandern treibt, ist wohl kaum die Sehnsudit nadi Sonnensdiein, die Hoffnung, sidi Nahrung zu sichern oder gar der Wunsch, von Dienstboten umgeben zu sein. Vielmehr trifft es fast immer zu, daß einer Familie, die nach Australien - oder sonstwohin - unterwegs ist, ein hübsches Häuschen, eine nette Wohnung, vielleicht sogar mit einem Gärtchen, vorschwebt. Ich weiß nicht, wie die Dinge vor hundert oder vor fünfzig Jahren lagen. Nach Büchern zu urteilen scheint es, daß damals die Kolonisatoren und Abenteurer einem guten neuen Leben entgegensegelten, einem neuen Lande, besseren Möglichkeiten, und was dergleichen mehr ist. Alles, wonach sie sich heute sehnen, ist ein Dach über dem Kopf.
Eine interessante Sache. Wie kommt es, daß sidi Menschen, die sonst ganz vernünftig sind, einbilden, sie würden dieses Dach, das doch praktisch kaum noch zu finden ist, nach Belieben erhalten, wenn sie nur einfach ihre Sadien zusammenpacken und in ein anderes Land übersiedeln? Sdiließlich sind Schlagzeilen wie >Wohnungsnot in der ganzen Welt< ein bis zum Überdruß gewohnter Anblick geworden; und es gibt keine Broschüre, keine Werbeschrift einer Einwanderungsbehörde, die nicht darauf hinweist - freilich zumeist in kleinem Druck, sozusagen ganz nebenbei -, daß es unzweckmäßig ist, die Heimat zu verlassen, ohne sich zuvor eine Unterkunft zu sichern.
Diese Gedanken bewegten auch Marina Giles, als sie mit