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REITER
Florenz 1466 Die Feder fiel dem Briefschreiber aus der Hand. Ein blasser junger Marm stürzte keuchend zur Tür herein: Gentile. Aus seinen Augen sprach Entsetzen, und sein Mund konnte nur stammeln:
„Das Attentat ist nicht nicht Alberto hat man festgenommen. Und zwei von Pittis Leuten haben sie getötet."
Die Hand des Graukopfs zitterte auf der breiten Tischplatte. Der fortgestoßene Gänsekiel beschmutzte das Papier. Diesen Brief würde er nie beenden.
„Der Gichtkranke?" Er blickte auf seinen Neffen, wußte aber schon, daß jede Frage überflüssig war, Piero Medici war entkommen.
„Der Gichtkranke?" fuhr Gentile auf. „Der wird jetzt in Blut
baden wie einst sein Vater. Gichtkrank? Mit Menschenblut
wird sich der Tyrann von Florenz heilen."
„Das hilft ihm nicht." Gentiles Onkel erhob sich hinter dem
prachtvoll geschnitzten Tisch.
„Und wer hilft uns? Mir? Ich Dummkopf !"
„Hat man dich gesehen?"
„Nein. Ich bin nicht einmal in ihre Nähe gelangt. Aber Alberto wird alles erzählen. Alberto imd die anderen." „Elendes Gewürm!" stieß Andrea Cesti hervor, das Haupt seines Geschlechtes. Er richtete sich auf, einen ganzen Kopf war er größer als sein Neflfe.