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ZUM GELEIT
„Selbst wenn bedeutend mehr getan worden wäre, als es der Fall ist, wäre auch das noch zu wenig, um das Leben des Sowjetvolkes in seiner ganzen Fülle, seinem Schaffen und sei= ner Vielfalt zu zeigen", rief Genosse Chrustschow den sowje= tischen Schriftstellern auf dem III. Allunionskongreß zu. Wir, die Schriftsteller der Deutschen Demokratischen Republik, dür= fen diesen Ruf auch auf uns beziehen.
Wir bitten unsere Leser, es uns deshalb nicht zu verübeln, wenn wir trotz des unerfüllten Solls hier ein Haben=Buch vor= legen. Ein Feiertag — der 10. Jahrestag der Gründung unserer Deutschen Demokratischen Republik — hat uns dazu verführt.
Die Herausgeber unserer Anthologie „Die Zeit trägt einen roten Stern" übernahmen auch die Zusammenstellung der vorliegenden Sammlung. Sie haben viele der von uns in den vergangenen Jahren geschriebenen großen und kleinen Werke gesichtet, um festzustellen, ob das Wort der Schriftsteller an den wichtigsten Entwicklungspunkten unserer Republik zu hören war. Das von ihnen ausgewählte Material gibt keinen kleinen Stapel auf meinem Schreibtisch ab. Beim Durchblättern der Manuskriptseiten ward ich inne, daß viele unserer Schrift= steller nicht nur durch unsere so interessante Zeit hindurch» gingen, sondern daß sie auch das Ihrige hinzutaten. In vielen Fällen ist's ihnen geglückt, aus dem manchmal recht hastigen Alltag die Poesie herauszuläutern und sichtbar zu machen. Das ist's, was die Menschen unserer Republik brauchen.
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