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Es gehörte zu seinem Beruf, andere auf den Tod vorzubereiten. Er war entsetzt, als er merkte, daß er selber so gar nidit auf seinen eigenen Tod vorbereitet war.Er war ein vernünftiger Mann, und die Vernunft sagte ihm, daß dem Mensdien das Todesurteil schon am Tage seiner Geburt in der Hand geschrieben steht. Er war ein kaltsinniger Mann, von Leidenschaften kaum berührt, durch die Gebote der Disziplin in keiner Weise belastet, aber sein erster Impuls war das wilde Verlangen gewesen, sich an die Illusion der Unsterblichkeit zu klammern.Eigentlich erfordert es die Würde des Todes, daß er unan-gekündigt, mit verhangenem Antlitz und verborgenen Händen erscheine, zu einer Stunde, da man ihn am allerwenigsten erwartet. Langsam sollte er kommen, auf leisen Sohlen wie sein Bruder, der Sdilaf - oder rasch und heftig wie die Erfüllung des Liebesakts -, damit der Augenblick des Untergangs still und gesättigt sei und nicht eine gewaltsame Trennung von Seele und Leib.Die Würde des Todes. Sie erhofFt sich der Mensch in dunkler Ahnung, sie erfleht er vom Himmel, wenn er geneigt ist zu beten, ihr trauert er bitterlich nach, wenn er weiß, daß sie ihm nicht vergönnt sein wird. Diese dumpfe Trauer empfand Blaise Meredith nun, als er in der matten Frühlingssonne saß und den langsamen Zug der Schwäne auf dem Serpentine-Teich betraditete, die verliebten Paare auf dem Rasen, die an die Leine gelegten Pudel, die geziert hinter den kokett flatternden Röcken ihrer Besitzerinnen dahintänzelten.Inmitten dieser Lebensfülle - sprießendes Gras, von frischen Säften schwellende Bäume, nickender Krokus und schaukelnde Narzissen, lässige Liebelei der Jugend, kräftiger