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VORWORT
Viele wertvolle Hinweise aus dem In- und Ausland, eigene Erfahrungen und Untersuchungen sowie Forschungsergebnisse der modernen Fremdsprachenmethodik und ihrer Grundlagenwissenschaften veranlaßten uns, auch „Deutsch. Ein Lehrbuch für Ausländer. Teil 2" völlig neu zu konzipieren und auszuarbeiten.
Der vorliegende zweite Teil unseres Lehrwerkes setzt die im ersten Teil begonnene Arbeit organisch fort. Er baut auf der Kenntnis des Grundwortschatzes und der Grundgrammatik auf und setzt eine gewisse Sicherheit im Verstehen, Sprechen und im schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache innerhalb des durch Teil 1 gegebenen Rahmens voraus.
Das zentrale Anliegen des zweiten Teils ist es, auf der Grundlage eines Minimums an allgemeinwissenschaftlichem Sprachmaterial vor allem die Gesprächs- und Lesefähigkeit weiterzuentwickeln. Unter allgemeinwissenschaftlichem Sprachmaterial werden einmal diejenigen Wörter verstanden, die in den Texten der verschiedensten Fachgebiete unabhängig vom Abhandlungsgegenstand vorkommen, und zum anderen idie grammatischen Strukturen, die für den Sachstil der Wissenschaftssprache typisch sind.
Das Lehrbuch umfaßt 24 Lektionen. Obwohl jeweils drei Lektionen einen thematischen Komplex darstellen, ist jede einzelne Lektion eine in sich geschlossene Einheit.
Die Texte (adaptierte und nicht adaptierte Originaltexte) behandeln allgemeinwissenschaftliche Probleme. Sie geben zugleich auch einen Einblick in das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Deutschen Demokratischen Republik. Dialoge, Interviews, Rundtischgespräche und Reportagen dienen der Entwicklung der Gesprächsfähigkeit. Der erste und zweite Text erfordern in vielen Fällen ein vorwiegend analytisches Herangehen bei der Erarbeitung. des Sprachstoffes. Der dritte Text enthält im Gegensatz zu den vorangegangenen keine neuen grammatischen Strukturen. Er enthält lediglich neue Wörter, die zu einem großen Teil ohne Wörterbuch erschlossen werden können. Dieser Texttyp ist in erster Linie zur Entwicklung des unmittelbar verstehenden (übersetzungsarmen bzw. übersetzungslosen) Lesens gedacht. Um eine möglichst fließende Sinnentnahme vorzubereiten, werden wichtige Schlüsselwörter im voraus erklärt.
Die Übungen zum Text führen meist über dessen Inhalt hinaus und bieten dafür auch die notwendigen sachlichen Informationen in Form kleinerer Kontexte.
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