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Vorwort
Meine Untersuchung über die Beteiligung der Deutschen Bank und ihres Vorstandsmitgliedes Hermann J. Abs an Verbrechen des Hitlerfaschismus »Die Bank und die Macht. Hermann Josef Abs, die Deutsche Bank und die Politik«, die 1995 bei PapyRossa in Köln erschien, habe ich weitgehend überarbeitet und ergänzt.
Um die Publikation, deren bedrückende Aktualität nicht nachgelassen hat, für eine Neuausgabe vorzubereiten, wurden von mir einige Passagen biographischen Charakters gestrafft. Dafür gehe ich noch ausführlicher auf jene Probleme ein, die in der Öffentlichkeit der letzten Jahre ein nicht unbeträchtliches Echo fanden: die Verstrickungen des Bankvorstandes und des Bankiers Abs in die Verbrechen des Naziregimes. Insgesamt wurden nach 1998 Sachverhalte bestätigt, die ich bereits 1970 in meinem Buch »Der Bankier und die Macht. Hermann Josef Abs in der deutschen Politik« dargelegt hatte und die auch im Report der Finanzabteilung der US-Militärregierung in Deutschland von 1947 weitgehend dokumentiert worden waren. Darüber hinaus wurden neue Tatsachen zu den Verwicklungen der Bank und Abs mit dem faschistischen Terrorregime bekannt. Der Bankvorstand war gezwungen, sie öffentlich einzugestehen.
So vermochte ich für die vorliegende Ausgabe Material auszuwerten, das für mich 1995 noch nicht voll erreichbar war. Das versetzt mich in die Lage, die Bankgeschäfte nach 1938 und während des zweiten Weltkrieges neu zu bewerten und sie in einigen Fällen zu ergänzen. Das bezieht sich vor allem auf die Goldtransaktionen der Bank und von Abs sowie deren Einbindung in das NS-Vemichtungssystem. Deutlicher herausgearbeitet werden konnte auch die profiterheischende Stabilität der Wechselwirkung von Geschäft und Politik. Neu eingeführt habe ich eine Darstellung zum Prozeß von 1970 bis 1972 vor dem Stuttgarter Landgericht, mit dem versucht worden war, die unan-