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Vorwort
Die Zeit ist weit :,' jj
und sehr dünn ('(
und wird schlechter mit der Ewigkeit ,i |
Hans Henny Jahnn ' Ij,
Bleib erschütterbar - und widersteh j'
Peter Rühmkorf . j'
Eine Auswahl deutscher Lyrik dieses Jahrhunderts muß ein i\ i,
Torso bleiben, so oder so. Das Jahrhundert dauert noch an. ' ,
Wir wissen zum Glück nicht, was es noch bringt. Aber wir ; ; '
wissen, was es bisher gebracht hat: den großen Aufschwung des deutschen Expressionismus, die »Menschheitsdämme- !i
rung« - so der Titel der Sammlung von Kurt Pinthus -, !!'.f
danach den stufenweisen Abstieg: Krieg, Nachkrieg, Ideologien, Haß und Elend, den Fluch des tausendjährigen Reiches mit seinem unabwendbaren Ende des alles vernichtenden Weltkriegs. Für uns eine Welt in Trümmern, aber keine Stunde Null, Verteufelung der Vergangenheit, aber keine Neubesinnung. Es folgte, so Günter Grass, »das Jahrzehnt der Verfälschungen und Trugbilder. Das Jahrzehnt des Wiederaufbaus ohne Fundament. Die Ära der Meisterfälscher, Staatsmänner unter ihnen. Die Jahre harter Tatsächlichkeiten: Wiederbewaffnung bei gleichzeitiger Flucht aus der Wirklichkeit«.
Man muß schon bei Arno Schmidt, Wolfgang Koeppen oder dem frühen Heinrich Boll nachlesen, die sich dieser Wirklichkeit stellten, um die Verdrehung der Werte, die Korruption, Verlogenheit, den Mief der Zeit nachzuschmecken. Arno Schmidt im Vorspruch zu seinem Roman »Das steinerne Herz«, 1956, unter anderem:
Nicht nur
die allerorten, bei jeder Gelegenheit,