Bővebb ismertető
Einleitung
Annäherungen -Sprachliche Phänomene und Tendenzen
»die Sprache ist allen bekannt und ein geheimnis«: Jacob Grimms Feststellung in der Vorrede zum ersten Band des Deutschen Wörterbuchs (Grimm 1854, S. XII) wird einsichtig, wenn wir sie auf unsere eigene Sprache beziehen. Täglich wird diese von uns gesprochen und geschrieben, unsere Gedanken und Vorstellungen gewinnen in ihr Form und Gestalt - die Sprache ist uns vertraut, was nicht bedeutet, dass wir ihr vertrauen. Im Gegenteil: Die Überzeugung, dass die deutsche Sprache >verfalle< und die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Sprecherinnen und Sprecher, besonders der Jugendlichen, zurückgingen, ist weit verbreitet.
Das Misstrauen gegenüber einer kritisch beäugten Gegenwartssprache hat indes seine Ursache nicht zuletzt in dem von Grimm gemeinten Doppelcharakter der Sprache bzw. in unserem Verhältnis als Sprecher zu dieser Sprache: »Die meisten Menschen können zwar ihre Sprache gebrauchen, kennen sie aber in ihren inneren Formen und Strukturen nicht - ihr Aufbau, ihre Besonderheit, ihre Entwicklung ist ihnen >ein geheimnis<« (Domke/Küian 2009, S. 6). Die von Christine Domke und Jörg Kilian formulierte Untei:-scheidung verweist auf grundlegende Differenzierungen, mit denen sich die Sprachwissenschaft dem Phänomen >Sprache< nähert: Der Genfer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure trennt zwischen langue >Sprachsystem< und parole >Sprachgebrauch< und verdeutlicht damit, dass Sprache in mehreren Existenzweisen zu betrachten ist, ja: dass es die Sprache gar nicht gibt. "Wer sich mit Sprache beschäftigt, sollte diese Versuche hnguistischer Präzisierung kennen.
Scheinen uns die Prozesse des Sprechens, Hörens, Lesens
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