Bővebb ismertető
0.VorwortEine Grammatik für den Fremdsprachenunterricht unterscheidet sich in mehrerlei Hinsicht von einer Grammatik für den Muttersprachenunterricht. Dem Muttersprachler dient die Grammatik vornehmlich nur dazu, etwas bewuBtzumachen oder zu systematisieren, was er ohnehin - auf Grund seines Sprachgefühls", d. h. seiner in der Kindheit und Jugend erworbenen Sicher-heit in der Handhabung der sprachlichen Regein - richtig bildet und ver-wendet. Weil dem Auslánder jedoch dieses Sprachgefühl (bzw. die Kompe-tenz" in der betreffenden Sprache) fehlt, verlangt eine Grammatik für den Fremdsprachenunterricht explizitere Regein, die möglichst genau angeben müssen, wie richtige deutsche Sátze gebildet, interpretiert und verwendet werden. Die Grammatik für den Muttersprachenunterricht kann von der Kompetenz ausgehen, die Grammatik für den Fremdsprachenunterricht dient dazu, diese Kompetenz erst aufzubauen. Eben deshalb müssen die Kriterien einsichtig und die verwendeten Verfahren nachvollziehbar sein. Eine Grammatik für den Auslánderunterricht unterscheidet sich von einer Grammatik für den muttersprachlichen Unterricht auch durch andere Proportionen. Es gibt viele Bereiche der Grammatik, die für den Auslánder -zunáchst sogar weitgehend unabhángig von seiner Muttersprache - wichtig sind, wáhrend sie für den Muttersprachler relatív unwesentlich, weil selbst-verstándlich sind und bei ihnen kaum jemals zu Fehlern führen. Zu diesen Bereichen gehören etwa die Perfektbildung mit habén oder sein, das Passiv, insbesondere das Zustandspassiv, die Satzgliedstellung, der Artikelgebrauch, die Verwendung der einzelnen Prápositionen und Konjunktionen, aber auch solche morphologische Fragen wie die Bildung des Genitivs (mit -s oder -es) oder des Superlativs (mit -st oder -est). Es handelt sich um Fragen, die Muttersprachler kaum jemals stellen, mit denen jedoch der Lehrer des Deut-schen als Fremdsprache táglich konfrontiert wird. Es ist eine Erfahrungs-tatsache, daB dem Lehrer des Deutschen als Fremdsprache bestimmte Er-scheinungen zum Problem werden, von denen er sich vorher (auch im Unterricht des Deutschen als Muttersprache) kaum hat tráumen lassen. Insofern ist das vorliegende Buch nicht nur aus den Erfahrungen des Deutschunter-richts für Auslánder hervorgegangen, sondern ist auch multilateral-konfron-tativ angelegt. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit für den Lehrer, nach dem Kontrast und den Interferenzquellen der jeweiligen Ausgangs-sprache (im Sinne einer bilateralen Konfrontation) eine bestimmte Aus-wahl zu treffen.SchlieBlich unterscheidet sich das vorliegende Buch auch dadurch von manchen Grammatiken für den Muttersprachenunterricht, daB es eine Resultatsgrammatik (keine Problemgrammatik) sein will. Sie erörtert nicht den Weg, warum und wie die Verfasser zu ihren Resultaten gekommen sind. Deshalb wurde innerhalb des Textes der vorliegenden Grammatik auf An-