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Vorwort
Die durchweg wohlwollende Aufnahme, welche die ersten fünf Bände der »Deutschen Historiker« (in der Kleinen Vandenhoeck-Reihe 1971/72, gebundene Ausgabe in einem Band 1973) als zuverlässige Informationsquelle und handlicher Überbück in der deutschen und internationalen fachwissenschaftlichen Kritik erfahren haben, ermutigt Herausgeber und Verlag dazu, das Unternehmen fortzusetzen. Erneut haben Historikerinnen und Historiker der mittleren und jüngeren Generation zusammengearbeitet, um in gedrängter Form wichtige deutsche Historiker zu behandeln; lebende PersönUchkeiten blieben weiterhin ausgeschlossen. Die Anlage der Essays folgt dem Vorbild der ersten Bände. Wie bisher wird der Begriff der »deutschen« Historiker großzügig ausgelegt: Er umfaßt deutschschreibende Historiker gleich welcher Staatsangehörigkeit, in diesem Band auch den Österreicher Alfons Dopsch.
Die Zielvorstellungen, die uns bei diesem Projekt vorschweben, sind im wesentlichen dieselben geblieben, die wir Anfang der 70er Jahre verfolgt haben.
1. Wir wollen für alle diejenigen, die an der Geschichtswissenschaft interessiert sind, die MögUchkeit verbessern, sich schnell und zuverlässig über wichtige deutschschreibende Historiker zu informieren. Deshalb gehört zu den Essays, die in ihrer komprimierten Darstellung einheitliche Sachgesichtspunkte berücksichtigen, eine Auswahlbibliographie der bedeutendsten Veröffentlichungen des behandelten Wissenschaftlers und der wesentlichen Schriften über ihn und sein Werk.
2. Wir wollen uns auch jetzt nicht auf die Universitätshistoriker, die akademische Profession im engeren Sinn, beschränken, sondern wiederum die anregenden, nicht minder wesentlichen Außenseiter hinzunehmen. Das ist nicht nur aus Gründen der Gerechtigkeit und der Wissenschaftsgeschichte geboten, sondern auch aus wissenschaftspolitischen und wissenschaftstheoretischen Erwägungen notwendig. Die deutsche Geschichtswissenschaft bedarf heute keiner restriktiven Fachüberlieferung, sondern eines weiten Horizonts, der bisher schroff gegensätzliche Positionen zu umschließen vermag. Für das Selbstver-
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