Bővebb ismertető
Deutsche Nobelpreisträger von 1945 bis heute
Rainer Käthe
Einleitung
Der Rang eines Naturforschers unter seinesgleichen bemißt sich allein nach seiner Leistung. Wo er geboren ist, wo er studierte und wo er diese Leistung erbrachte, ist weit weniger wichtig. So hat es auch Alfred Nobel definiert, der den Nobelpreis, die höchste wissenschaftliche oder literarische Ehrung, für diejenige Leistung vergeben wissen wollte, die "im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben."
Dennoch wird der wissenschaftliche Rang eines Landes gern an der Zahl der Nobelpreise gemessen, die seine Forscher nach Hause tragen durften. Deutschland hatte in dieser Hinsicht vor 1933 eine Spitzenstellung inne: Deutschen oder in Deutschland forschenden Naturwissenschaftlern wurden rund ein Drittel aller Preise in Physik, Chemie und Medizin verliehen. Unter der nationalsozialistischen Diktatur aber mußten viele der besten Wissenschaftler emigrieren, und nach dem zweiten Weltkrieg lag zudem die Forschung jahrelang darnieder. Bis Anfang der 80er Jahre gab es zunächst nur wenige deutsche Forscher, die den Nobelpreis für Arbeiten verliehen bekamen, die sie nach 1945 ausgeführt hatten: die Physiker Rudolf Mößbauer und Hans Jensen, die Chemiker Manfred Eigen, Emst Otto Fischer und Georg Wittig und Feodor Lynen, der den Medizin-Nobelpreis bekam. Erst in den letzten Jahren würdigte das Nobelpreiskommitee wieder in größerer Zahl junge deutsche Wissenschaftler. Und 1995 wurde die erste deutsche Wissenschaftlerin, die Biologin
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