Bővebb ismertető
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Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Anregung des Verlages C. Bertelsmann, ein neues Rechtschreibebuch herauszugeben, aus verschiedenen Gründen aufgegriffen. Von den früheren „amtlichen" Rechtschreibebüchem ist nach 1945 nur das des Landes Bayern wieder erschienen; für die anderen Gebiete fehlen seit geraumer Zeit Nachschlagwerke dieser Art. Dadurch haben sich die oft erörterten „Zweifelsfälle" unserer Rechtschreibung vermehrt, und da gleichzeitig die sprachliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte unsem Wortschatz und Wortgebrauch stark verändert hat, schien es vms nützlich, ein Buch erarbeiten zu lassen, dessen Anlage imd Inhalt die geänderten Verhältnisse berücksichtigt. Außerdem glauben wir, die Gespräche über eine Änderung imserer Rechtschreibung dadurch am besten zu befruchten, daß wir versuchen, die nicht eben wenigen Unstimmigkeiten vmd Widersprüche, die sich in den vergangenen Jahrzehnten in imserer Rechtschreibung eingenistet haben, nach Möglichkeit auszugleichen und zu beseitigen.
Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die Vorarbeiten, die hierfür nötig waren, ihrem Schriftleiter Professor Dr. L. Mackensen übertragen imd seinem Vorschlag zugestimmt, einen Kreis von Sachkennern der verschiedensten Gebiete zur Mitarbeit heranzuziehen. Diesem Kreise haben Universitätsprofessoren, Schulmäimer aller Schulgattimgen und Korrektoren angehört. Ihnen allen wurden die ,,Zweifelsfälle" der bisherigen Schreibung vorgelegt, imd nach ihren Ratschlägen vmrde versucht, Doppelschreibimgen und Widersprüche auszumerzen. Dabei ^vur-den besonders Unklarheiten der Groß- und Kleinschreibung, der Getrennt- vmd Zusammenschreibimg und der Silbentrennung überprüft und nach bestem Ermessen behoben. Wo irgend möglich, ging man von der heutigen Sprechweise aus. Eine grundsätzliche Änderung der bestehenden Rechtschreibung wnirde nicht beabsichtigt; sie kann nach unserer Überzeugung nur aus einer Übereinkunft aller beteiligten Kreise (der Wissenschafter, Lehrer, Korrektoren, Verleger usw.) erwachsen. Bis sie zustande kommt, wird der Ratsuchende es vermutlich begrüßen, ein Nachschlagewerk zu besitzen, das ihn in den Irrgängen der Rechtschreibung nicht im Stich läßt.
Daß unser Buch das Ziel vollständig erreicht, wagen wir kaum zu hoffen. Aber die Tatsache, daß es einen außerordentlich großen Wortschatz behandelt und ihn möglichst zeitnah gestaltet hat, daß es zu jedem einzelnen Wort die Silbentrennimg, Betonung und Beugung