Bővebb ismertető
Die ,,Deutsche Rechtschreibung" erschien erstmals 1954. Weit über 1 Millión Exemplare befinden sich bisher in den Hánden deutschsprachiger Benutzer und habén oft hilfreich zur Seite gestanden, wenn es darum ging, eine schwierige Schreibweise zu kláren, Beugung und Mehrzahlbildung zu kontrollieren, die Konjugation eines Zeitworts nachzuprüfen oder die Erklárung eines seltenen oder neuen Fremdwortes aufzusuchen. Fűnfzehn Jahre nach der Veröffentlichung, zwölf Jahre nach der letzten Bearbeitung, erscheint dies Rechtschreibbuch jetzt áuBerlich und inhal tlich in neuer Gestalt. Der deutsche Wortschatz hatte sich im letzten Jáhrzehnt entscheidend verándert. Viel altes deutsches Wortgut ist unbekannt geworden, ebensoviel Neues entstand und kam in Gebrauch. Etwa ein Drittel des altén Wortbestandes -ist nunmehr gestrichen worden, und dieses Drittel ist nicht nur durch neue Wörter aufgefüllt, sondern das Buch wurde darüber hinaus so erweitert, daB der Gesamtumfangum ein Zehntel auf etwa 115 000 Stichwörter angewachsen ist. Am meisten falit ins Gewicht die groBe Zunahme án Fremdwörternj die statt früher 14% nunmehr 28% des Gesamtumfangs einnehmen! Hieran sind vor allém die Bereiche Politik, Naturwissenschaft und Technik beteiligt; ein groBer Teil davon kommt aus dem angloamerikanischen Sprachgebiet. Die deutsche Sprache selbst hat in diesem Zeitraum weniger Neuschöpfungen hervorgebracht, aber eine ganze Keihe von Neubildungen und Wortzusammensetzungen. Selbstverstándlich wurden diese gehorig berücksichtigt. Herausgeber und Verlag habén sich entschlossen, auch die wichtigsten Namen aufzunehmen: 1100 Vornamen, 600 Familiennamen und 3600 geographische Namen (Orte, Flüsse, Gebirge, Landschaften). AuBerdem sind 1800 Abkürzungen aufgenommen. Soweit Erklárungen zu Wortern, insbesondere zu Fremdwörtern, nötig erschienen, wurden diese gegeben. Das neue Buch - so war das Ziel von Verfasser und Verlag - soll möglichst griffig, klar und übersichtlich sein, damit der Benutzer die Schreibweise eines Wortes auf den ersten Blick erkennen kann. In der deutschen Sprache gibt es einige hundert Zweifelsfálle, bei denen man verschiedener Meinung über die Schreibweise sein kann. Verfasser und Verlag habén aber darauf verzichtet, dem Leser die Entscheidung zwischen mehreren Möglichkeiten zu überlassen, vielmehr wurde die offizielle, auch für den Unterricht in den Schulen der Bundesrepublik empfohlene Schreibweise zugrundegelegt. Dies Buch hat sich bisher sehr viele Freunde erworben. Verfasser und Verlag hoffen, daB ihm die Verbesserungen in der Neubearbeitung den Rang, den es in der Vergangenheit gewonnen hat, bestátigen. Bremen und Gütersloh, Frühjahr 1969 Univ.-Prof. Dr. Lutz Mackensen und Bertelsmann Ratgeberverlag