Bővebb ismertető
Zu diesem Buch Vor 140 Jahren schuf die erste deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche die erste demokratisch legitimierte Reichsverfassung für Deutschland. Sie war ein Bekenntnis zur Einigkeit der deutschen Nation, die besonders durch die Grundrechte für die Bürger aller deutschen Länder zum Ausdruck kommen sollte. Vor 70 Jahren legte die Weimarer Nationalversammlung das Fundament für eine freiheitüche demokratische Republik auf parlamentarischer Grundlage. In der Verfassung wurden das Recht der Staatsorgane und die Grundrechte der Bürger im Geist von Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und Fortschritt gestaltet. Vor 40 Jahren beschloß der Parlamentarische Rat in Bonn das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Es ist ein Bekenntnis zur Freiheit und Menschenwürde nach dem Terror des nationalsozialistischen Regimes. Als „demokratischer und sozialer Bundesstaat" (Art. 20 GG) ist die Bundesrepublik seitdem kontinuierlich entwickelt worden. Das Grundgesetz hat sich bewährt. Aus diesen drei Anlässen heraus ist in der Wochenzeitung DAS PARLAMENT eine Themenausgabe zur Verfassungsgeschichte Deutschlands erschienen (Nr. 16- 17 vom 14721. April 1989). Auch die Beilage „Aus Politik und Zeitgeschichte" enthielt entsprechende Beiträge. Im vorliegenden Themenheft sind die meisten Artikel aus diesen Publikationen noch einmal zusammengefaßt worden. Sie stellen die deutsche Verfassungsgeschichte in ihrem wechselvollen Ablauf von der Paulskirche über das Kaiserreich und die Weimarer Republik bis zum Bonner Grundgesetz und zur Verfassungsgebung in der DDR dar. Dabei kommt das Spannungsverhältnis zwischen dem politischen Willen nach Einigkeit und Recht und Freiheit besonders deutlich zum Ausdruck. Die Autoren vermitteln damit einen Beitrag zum besseren Verständnis der staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen in Deutschland vom vorigen Jahrhundert bis in die Gegenwart.