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Géza Hambuch:Wann kommt die Wende?Ja, wann kommt die Wende? Wann kommt sie endlich? Viele sehnen sie seit langem und sehr herbei.Eine Wende habén die un-garlándischen Volksgruppen vom Minderheitengesetz erwartet. Dar-auf brennen wir auch heute.Die Verabschiedung des Ge-setzes liegt nun schon gut ein Jahr zurück. Es wurde in aller Welt über den grünen Klee gelobt. Besonders Parlamentarier, Regierungsbeamte und ihre Helfer fühlten sich zu Lobeshymnen bewogen. Es war ein Auftrag von höchster Stelle. Und es winkte die Hofíhung, fette Posten haltén, auf der Eselsleiter ein paar Sprossenerschwingen,Auszeichnungen und andere Vor-teile erleiern zu können.Nun, das Gesetz hat zwei-felsohne auch gute Bestimmungen. Man kann sie vor allém in der allgemein gehaltenen Práambel nachlesen. Uns, die Betroffenen, bewegt jedoch, wie die hehren Worte in die Tat umgesetzt werden: in greifbare Ergebnisse, in eine erlebbare Wende.Vielbeschworene kulturelle Autonomie, wo bist du denn? Wann láBt du dich endlich blicken?Die Ungarndeutschen würden sich mit der kulturellen Autonomievollends zufriedengeben. Mit weniger jedoch nicht.Warum sollten wir auch? Ist sie doch ein Kernpunkt des Gesetzes. Versprechen wir uns doch gerade von ihrer Verwirklichung die eigentliche Garantie fiir unseren Fortbestand als Volksgruppe. Sie zu verwirklichen, bildet den eigent-lichen Zweck der demnáchst zu wáhlenden, zu bildenden Minder-heiten-Selbstverwaltungen.Wir, die Deutschen in diesem Lande, habén auch heute keine einzige echte deutsche Lehranstalt. Selbst im zweisprachigen Unter-richt konnten wir keinen Durch-bruch erkámpfen. Es werden noch nicht einmal Lehrer für diese Bildungsformen ausgebildet. Alle einschlágigen Bemühungen des Verbandes der Ungarndeutschen (VdU) versandeten bisher.Die meisten Schüler erfahren auch heute herzlich wenig über die Herkunft, die Geschichte unserer Volksgruppe, ihren Beitrag zur wirtschaftlichen und geistigen Entwicklung Ungarns. Wie sollen sie denn so die Sprache ihrer Eltern oder GroBeltern erlernen können? Und wie soll ihnen so eine Identitát vennittelt werden können? Selbst Hunderte noch so gut organisierte Beratungen über Minderheiten-