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Doch das möglichst Beste herausholen Die sehnsüchtig erwarteten Angaben der Volkszáhlung liegen bei Redaktionsschlufé noch immer nicht vor. So geht das Rátselraten über die mögliche Zahl der Bekenntnis-Ungarndeutschen" noch immer weiter. Allzuviel Ermutigung seitens der offiziellen Politik habén allerdings die ungarlándischen Minderheiten in diesem Jahr nicht erfahren. Auch wenn die Anwesenheit und die Historischen Betrachtungen" von Staatsprásident Ferenc Mádl am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen sicher als eine willkommene Geste zu bezeichnen waren (siehe eingehender auf Seite 21). Deshalb wohl stellt auch der Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Ottó Heinek, im Gesprách mit der DK-Redaktion (Seite 18) fest: Die kulturelle Autonomie, von der man in Ungarn seit gut zehn Jahren redet, ist nur ein Versprechen geblieben. Wenn es dann darum geht, das (Minderheiten-)Gesetz in die Praxis umzusetzen, neue Kultur- und Bildungseinrichtungen zu schaffen, oder zumindest dafür zu sorgen, dafé die bestehenden anstándig arbeiten können, wenn es darum geht, daíS auch die Minderheitenselbstverwaltungen endlich auf diesem Gebiet Verantwortung übernehmen können - dann wird immer nur geredet und die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden nicht geschaffen. Das ganze Verfahren, wie diese Modifizierung behandelt wurde, ist sehr scheinheilig. Die Regierung hat im Grundé genommen nichts getan, sie hat das sehr bequem einem Parlamentsausschufé überlassen, und dann konnte damit argumentiert werden, dafé sich die Partéién nicht einigen können und daL sich die Minderheiten auch nicht einigen können." Die Deutschen Selbstverwaltungen, die ungarndeutschen Vereine und Organisationen freilich arbeiten ungebrochen weiter und versuchen, aus den Gegebenheiten doch das möglichst Beste herauszuholen - diese vielfáltige Arbeit versucht das Jahrbuch zu widerspiegeln. Ein gelungenes Beispiel ist die neue Begegnungsstátte, das Haus der Ungarndeutschen, in der Budapester Lendvay-Strafée, die seit Anfang 2001 immer mehr mit Inhalt, mit vielseitigen Programmen gefüllt wird und auch für Kinder- und Jugendveranstaltungen, Wettbewerbe gern genutzt wird. Johann Schuth