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ZUM GELEIT_DK 2003Gutes AbschneidenDie ungeduldig erwarteten Angaben der Volkszählung liegen endlich vor. Wir haben einen positiven Trend in der Stärkung der Identität, und das ist sehr wichtig. Wenn man die Jahre 1980, 1990 und 2001 betrachtet, dann zeigt sich dieser Trind ganz eindeutig. Bei dem Bekenntnis zur Nationalität sind wir von etwas über 10.000 im Jahr 1980 bei jetzt 62.000 angelangt. Das zeigt auch, daß die Arbeit der Vereine und Selbstverwaltungen doch Positives bewirken konnte und wir diese Arbeit natürlich fortsetzen müssen. Grundsätzlich bin ich recht optimistisch, was die Zukunft in Sachen Identität anbelangt. Und gegen den Sprachverlust müssen wir mehr tun!" Dies sagt im DK-Gespräch der Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) Otto Heinek über die Ergebnisse der Volkszählung 2001 (Seite 16).62.233 Bürger haben sich zur deutschen Nationalität, 88.416 zur ungarndeutschen Kultur bekannt. Die Zahl der Muttersprachler ging leider um zehn Prozent auf 33-792 zurück. 53.040 gaben aber Deutsch als am liebsten gesprochene Sprache an.Für das Weitergeben der Sprache können die Schulen viel tun. Bald wird das Ungarisch-Deutschsprachige Schulzentrum in Fünfkirchen um ein modernes, komfortables Schülerheim reicher. Reicher wird auch die LdU um ein wichtiges Institut, denn das Schülerheim ist im Eigentum der LdU - ein kleiner Schritt auf dem Weg zur kulturellen Autonomie. Zur Einrichtung des Schülerheimes werden gern Spenden erwartet. Den Auf-mf finden Sie auf Seite 80.Gut abgeschnitten haben die Ungamdeutschen bei den Kommunal-und Minderheitenwahlen im Oktober 2002. Gegründet wurden 349 Deutsche Selbstverwaltungen (zusammen mit der Deutschen Selbstverwaltung der Hauptstadt, die von den Elektoren in Budapest gewählt wird). Die meisten - 85 - befinden sich in der Branau, gefolgt von Wesprim - 43 - und dem Komitat Pesth - 37. In 29 Gemeinden, in denen die ungarndeutschen Kandidaten die Mehrheit stellen, wird die Gemeinde-Selbstverwaltung auch als Deutsche Selbstverwaltung tätig sein. In vier Orten gibt es indirekte" Selbstverwaltungen, die von den gewählten deutschen Abgeordneten der Gemeinde-Selbstverwaluingen gebildet wurden. In den Gemeinde- oder städtischen Selbstverwaltungen arbeiten 453 ungarndeutsche Abgeordnete: 35 Bürgermeister in Ortschaften unter 10.000 Einwohnern, 382 Abgeordnete in Ortschaften unter 10.000 Einwohnern und 36 Abgeordnete in Ortschaften über 10.000 Einwohner. Es gibt jeweils einen deutsch-slowakischen, deutsch-polnischen und deutsch-Zigeuner Abgeordneten.Johann Schuth