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ZUM GELEITDK 2010Zum NachmachenBilder vom Fotowettbewerb Blickpunkt schmücken das Titelblatt unseres diesjährigen Jahrbuches. 2008 vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum ausgeschrieben, brachte diese Ausschreibung im Internet in zwei Runden (2008 und 2009) eine große Beteiligung. Damit ist auch der Grundstock zu einem späteren öffentlich zugänglichen ungarndeutschen Fotoarchiv gelegt worden.Unter anderem dieses erfolgreiche Projekt war mit ausschlaggebend, daß die Direktorin des Zentrums, Monika Ambach, am 2. November 2009 den Hauptpreis des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg übernehmen konnte. Eine hohe Anerkennung dafür, daß sie mit Hilfe moderner Technik (Film, Foto, Internet) erfolgreich breite Schichten der Ungarndeutschen und vor allem die Jugend anregt, sich für das reiche Kulturerbe zu interessieren, dieses mitzuge-stalten. (Lesen Sie dazu auf Seite 226 und 283.)Das Jahr 2010 bringt Parlamentswahlen (im Frühjahr) und auch Wahlen der Minderheitenselbstverwaltungen (im Herbst). Ins Parlament werden wir wieder keinen eigenen Abgeordneten schicken können. Trotz entsprechenden gesetzlichen Vorgaben und Urteil des Verfassungsgerichts können (und wollen) die Parteien im Parlament in dieser Frage seit 1992 keine Einigung erzielen. Als Ersatz und im Interesse einer effektiveren Zusammenarbeit auf der Ebene der Gesetzgebung" wurde auf Initiative der früheren Parlamentspräsidentin Katalin Szili die konsultative Körperschaft Forum der nationalen und ethnischen Minderheiten Ungarns" am 13. Mai 2009 im Delegationssaal des Hohen Hauses in Budapest aus der Taufe gehoben. Durch das Forum haben die Leiter der Landesselbstverwaltungen der Minderheiten die Möglichkeit, sich intensiver in die Vörbereitungsvorgänge der Entscheidungs-prozesse im Parlament einzuschalten. Die Glaubwürdigkeit der angeblich beispielhaften Minderheitenpolitik Ungarns bleibt aber solange angekratzt, solange die parlamentarische Vertretung nicht gelöst ist.Besonders wichtige Arbeit leisten die deutschen Selbstverwaltungen in den Dörfern und Städten. Angesichts des Rückgangs der Zahl der zweisprachigen Grundschulen müssen im Mittelpunkt unserer Aktivitäten der Gebrauch und der Unterricht der Muttersprache stehen. Auch hier haben die Selbstverwaltungen Befugnisse, können aber nur dann erfolgreich arbeiten, wenn starke zivile Gemeinschaften - Vereine, Kulturgruppen - hinter ihnen stehen. Lassen Sie sich also in die deutsche Wählerliste eintragen und gehen Sie zur Wahl der Minderheitenselbstverwaltungen.Johann Schuth