Bővebb ismertető
VORWORT Das vorliegende ,Deutsche Dichterlexikon' bildet einen vollstándigen, durch Nachtráge und Neuaufnahmen erweiterten Auszug der deutsche Autoren und Werke betreíFenden Artikel aus dem vom Verfasser herausgegebenen ,Lexikon der Weltliteratur' (1. Auflage 1963) und entstand auf die Anregung zahlreicher Freunde und Kollegen, die deutschen Beitráge separat auch solchen Interessenten zugángüch zu machen, denen das oben genannte gröBere Werk oder andere gröBere deutsche Literaturlexika nicht erreichbar sind. Der Verfasser hat die Anregung zu diesem Werk um so bereitwilüger aufgenommen, als ein einbándiges Lexikon der deutschen Dichter auf dem jüngsten Stand tatsáchlich ein dringendes Desiderat ist und zumal ihm der Neuabdruck seiner im wesentlichen unveránderten Artikel aus dem ,Lexikon der Weltliteratur' die Möglichkeit bot, einige Errata richtigzustellen, jüngste Forschungsergebnisse einzuarbeiten, letzte Neuerscheinungen und Ausgaben der behandelten Autoren wie neue Werke der Sekundárliteratur einzufügen und schlieBlich rd. 100 Artikel über jíingere deutsche Autoren neu aufzunehmen, die, wenn auch noch nicht zur Weltliteratur gehörig, doch innerhalb der modernen deutschen Literatur ihren festen Platz einnehmen. Der Titel ,Deutsches Dichterlexikon' umreiBt den Charakter dieses Werkes als Verfasserlexikon der schönen Literatur deutscher Sprache oder Herkunft; er möge nicht dahingehend miBverstanden werden, als liege ihm die subjektive Auffassung des Verfassers über die Zugehörigkeit eines Schriftstellers zur höheren ,Dichtung4 gewissermaBen als Auswahlkriterium zugrunde. Der Verfasser ist sich vielmehr dessen bewuBt, daB der BegrifF,Dichter4, der heute aus der literarischen Gesamtsituation heraus oder aus einem gewissen Unbehagen vor dem anspruchsvollen Titel für eine mehr schriftstellerisch aufgefaBte literarische Produktion gern vermieden wird, in der Praxis für einen schöngeistigen Schriftsteller gehobenen künstlerischen Anspruchs nicht ersetzbar ist. Die im Einzelfall oft umstrittene Abgrenzung zwischen Dichter und Schriftsteller wird mithin für dieses Buch als nicht existent betrachtet. Die Auswahl des Gebotenen und ihrer Abstimmung auf das allgemeine Nachschlagebedürfnis bestimmten den Gebrauchswert eines Lexikons, das ja niemals als Kanon etwa gar des Bleibenden aufgefaBt sein will; mithin muBte dieses Buch innerhalb der Grenzen der sog. schönen Literatur neben dem literarischen Wert auch der Bekanntheit oder Aktualitát eines Namens Rechnung tragen.