Bővebb ismertető
Reimlexika gibt es bereits seit dem sechzehnten Jahrhundert, als italienische Gelehrte Gesamtdarstellimgen sámtlicher Reime einzelner Dichter, wie z. B. Dantes oder Petrarcas, sammelten, um dem wissenschaftlichen Publikum das Studium der Werke dieser Dichter hinsichtlich ihrer sprachlichen Gestaltung zu erleichtern. Doch schon bald wurden in Frankreich und Italien, spáter auch in Deutschland, Reimlexika herausgegeben, die sich mit einem gröBeren Ausschnitt der jeweiligen Landessprache befaBten, sich alsó nicht mehr auf die Werke einzelner Dichter beschránkten, sondern eine möglichst breite Auswahl aus allén möglichen Reimen einer Sprache bieten wollten. Auch das 1826 erstmals erschienene Allgemeine deutsche Reimlexikon" steht in dieser europáischen Tradition, und es ist nicht verwunderlich, daB ein solches Werk, entstanden in der von philologischer Vorliebe für das AuBergewöhnliche (und für Vollstándigkeit) geprágten Zeit der Romantik, nahezu ins Grenzenlose ausuferte. Wer sich heutzutage die Originalausgabe dieses epochalen Werkes ansieht, schrickt zurück vor der Füllé und Unübersichtlichkeit (der Autor spricht selbst von dreihunderttausend und mehr" Reimen), die dieses Buch ohne eine Bearbeitung für den modernen Leser unbrauchbar machen würden. Es finden sich in diesem fast 2.000 Seiten starken Werk endlose und dem eigentlichen Zweck eines Reimlexikons entgegenstehende Listen von Abwandlungen eines einzigen Wortes, z. B. unter Fischerei: Aalfischerel Angelfischerei, Bachfischerel Donaufischerel Eisfischerel Elbfischerei, Flufifischerel Goldfischerei, Heringsfischerei, Koppéifischerei Korallenfischerel Küstenfischerel Lachsfischerel Lattenfischerei, Perlenfischerei Rheinfischerel Rutenfischerei, Salmfischerel Sardellenfischerei, Seefischerei, Seilfischerei Sprungfischerei, Stockfischfischerei, Strandfischerei Teichfischerel Thunfischerei.