Bővebb ismertető
VORWORT
Das DEUTSCHE WÖRTERBUCH will jedem an der deutschen Sprache Interessierten ein Instrument in die Hand geben, das es ihm ermöglicht, mit unserer Sprache sinnroll umzugehen. Insbesondere sollen die Bedeutung der Wörter und ihre Verwendungsmöglichkeit im lebendigen Sprachxusammenhang, Rechtschreibung, Silbentrennung und Aussprache eindeutig und für jeden verständlich dargestellt werden. Der Wortschatz der Dichter und Philosophen, aber auch die Umgangssprache und gedankenlos gebrauchte falsche Ausdrücke sind bei der Bearbeitung berücksichtigt und entsprechend gekennzeichnet worden. Der historischen Entwicklung des Wortschatzes ist reichlich Raum gegeben, damit die Herkunft der Wörter vuid ihre Verwandtschaft imtereinander jedem Benutzer dieses Werkes deutlich werden.
Die Sprache besteht aber nicht aus einer einfachen Aneinanderreihung von Wörtern, und die Bedeutung eines Satzes ist nicht eine Summe von Wortbedeutimgen. Das Wort ist stets nur ein Teil eines größeren Zusammenhangs, Teil einer sprachlichen oder dichterischen Äußerung, ein Element im System der Sprache, die es dem Menschen ermöglicht, seinen Mitmenschen eine fast unendliche Fülle von Gedanken mitzuteilen. Dieses System ist nach bestimmten - von Sprache zu Sprache verschiedenen - Regeln aufgebaut imd würde ohne diese Regeln im Chaos enden. Deshalb ist dem DEUTSCHEN WÖRTERBUCH ein „Lexikon der Deutschen Sprachlehre" vorangestellt, damit es dem Benutzer möglich wird, die Bausteine des eigentlichen Wörterbuches sinnvoll zu verwenden. In diesem Lexikon sind die wichtigsten Regeln zur Grammatik, Rechtschreibung, Silbentrennung und Zeichensetzung in rund 270 Einzelartikeln abgehandelt.
Aber nicht nur hier, sondern auch im Wörterbuch selbst zeigt es sich, daß die Wörter erst in einem ständigen Miteinander Gewicht imd Bedeutung erlangen und somit ,,Sprache" werden. Besonderen Wert legen deshalb die Verfasser dieses Wörterbuches darauf, Beispiele des lebendigen Sprachgebrauchs vorzulegen. Man schlage nur einmal Artikel wie ,,Auge" oder ,,gehen" nach, um zu ermessen, welcher Vielfalt von Ausdrucksmöglichkeiten unsere deutsche Sprache fähig ist. Um dieser Fülle von Wendungen Herr zu werden, war es notwendig, die einzelnen Wortartikel streng nach einheitlichen Gesichtspimkten zu gliedern, die es möglich machen sollen, eine Redewendung in einem größeren Artikel ohne Mühe zu finden. Dieses System wurde von mir völlig neu erarbeitet, imd ich hoffe, daß es dem Benutzer dieses Werkes die Arbeit des Nachschlagens und Suchens wesentlich erleichtem wird. Die Ghederung der Wortartikel beruht auf der Einsicht, daß es nicht möglich ist, ein rein formales System wie die' alphabetische Anordnung der Wörter in einem Wörterbuch plötzlich aufzugeben, wenn es sich darum handelt, Redensarten in einem Artikel zu einem Wort in einer bestimmten Reihenfolge anzuordnen. Bisher wurden in solchen Fällen Ordnungsprinzipien von ,,zentraler" zu ,,peripherer" Bedeutung oder von „allgemeiner" zu ,,besonderer" Bedeutung oder sogar von (historisch) ,,ursprünglicher" zu neuerer und „übertragener" Bedeutung gewählt. Alle diese Prinzipien beruhen auf der Ansicht, daß ein Wort eine selbständige Einheit mit einer eigenen Bedeutung ist, >md nehmen nicht nur Kenntnis, daß sich die Bedeutung des Wortes als Träger einer Mitteilung nur im lebendigen sprachlichen Zusammenhang und im Hinblick auf ein Gemeintes manifestieren kann.