Bővebb ismertető
Die Deutung und die Beurteilung eines Brustschmerzes ist für den praktisch tátigen Arzt deshalb von so groBer Bedeutung, weil sich aus der Schilderung der ersten Klage wichtige weitere diagnostische Schritte ergeben, die zu sehr unterschiedlichen für den Patienten bedeutsamen therapeutischen Konsequenzen führen: Die Beschwerden einer funktionellen Herzbeschwerde bedürfen der Beruhigung mit Abklárung des psychosozialen Umfeldes und zu Anfang sogar der Vermeidung von weitergehenden, vielleicht sogar invasiven diagnostischen Methoden und MaBnahmen - die instabilé Angina pectoris zwingt zu sofortigem diagnostisch-therapeutischen Handeln, ggf. zur Klinikeinweisung. So ist die Abhandlung unter dem Gesichtspunkt der praktischen árztlichen Tátigkeit, sei es in der Praxis des niedergelassenen Arztes, sei es in der Aufnahmestation der Klinik, geschrieben. Die Schilderung des Beschwerdebildes, die Differentialdiagnose anderer Ursachen von Brustschmerz und vor allém die verschiedenen Erscheinungsbilder der Angina pectoris bei verengender Koronararteriosklerose stehen im Mittelpunkt, da sich aus der Erkennung der Verlaufsvarianten therapeutisch praktisch unterschiedliche Handlungsanweisungen für den Arzt ergeben: z. B. die wechselnde Dauermedikation der stabilén Angina pectoris oder die therapeutisch und weiter abklárende diagnostische ErstmaBnahme der Vermutungsdiagnose Myokardinfarkt vor der Klinikeinweisung. Wegen des therapeutischen Einsatzes ist der psychosomatischen Komponente des anginösen Herzschmerzes ein breiterer Raum gewidmet, da jedes Schmerzerlebnis „eine Empfindung und ein Erlebnis zugleich" ist. Es wird versucht, zwischen dem das Denken der heutigen Klinik weitgehend beherrschenden „Röhrendenken und -handeln" und dem psychosomatischen Teil des Beschwerdekomplexes eine vernünftige, den klinischen Erfahrungen angepaBte Brücke zu schlagen. Wegen der therapeutischen Möglichkeiten wird erneut auf die bekannten Risikofaktoren der koronaren Herzerkrankung hingewiesen, auch wenn die Erfolge am Einzelpatienten zweifelhaft bleiben, da hier die Lebensumstánde und -gewohnheiten unserer Zeit hindernd im Wege stehen. Das therapeutische Engagement darf hier nicht erlahmen. Zum Verstándnis neuer Therapiemöglichkeiten ist die Bedeutung des Koronarspasmus für die Pathophysiologie der Angina pectoris herausgestellt worden, wenn hier auch weitere Ergebnisse eine Ausweitung deren Bedeutung, möglicherweise aber auch eine Einengung ergeben werden. Die Folgen aus der Beziehung zwischen dem Konzept des Koronarspasmus und der psychischen Komponente der Angina pectoris sind noch gar nicht abzusehen. Die Diagnostik der Angina pectoris setzt die Kenntnis der Wertigkeit bzw. der Verbindlichkeit der einzelnen Befunde voraus. Dieser Wert wird durch die Zusammenschau der Wahrscheinlichkeitsrechnung gesteigert, die in ihren Grundziigen dargestellt ist. Eine der klinischen Realitát náher-