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VORWORT.
Die japanische Poesie ist ausserordentlich reich an Erzeugnissen der mannigfachsten Ar-t, und man könnte deshalb glauben, dass man nur unter das von den Japanern selbst als gut Anerkannte zu greifen brauche, um mit leichter Mühe den Stoff zu einer Anthologie zusammenzustellen. Dem ist aber nicht so. Die grosse Mehrzahl der japanischen Gedichte ist der Art, dass wenn man sie ihres spezifisch-japanischen sprachlichen Ausdrucks entkleidet, nichts mehr übrig bleibt, zumal sie meist von aphoristischer Kürze sind. Die Form überwiegt den Inhalt; poesielose W^ortspiele und Calembours machen sieh ungebührlich breit; man begegnet wohl häufig originellen Gedankenwendungen, aber seltener echt poetischem Gehalte. Die reichste Ausbeute an wirklicher Poesie gewähren die ältesten Gedichtsammlungen, namentlich die umfangreiche Sammlung Manyöshü, von welcher Verfasser dieses eine kritische Ausgabe und