Bővebb ismertető
A Liebe Atlan-Freunde, diesmal ist wieder eine Leserstory an der Reihe. In diesem Zusammenhang möchten wir wieder einmal auf den Wettbewerb Leserstory des Monats" hinweisen, der in der zweiten Auflage der ATLAN-Serie auf der LKS seit vielen Monaten durchgeführt wird. Jeder von euch hat Gelegenheit, sich daran zu beteiligen. Wenn ihr glaubt, eine SF-Story schreiben zu können, versucht es einmal - die Sache macht bestimmt Spaß. Eure Arbeiten könnt ihr schicken an den Pabel-Verlag, Falkweg 51, 8000 München 60. Einmal im Monat wählen unsere Leser unter den vorgestellten Geschichten Die Leserstory des Monats" aus. Der Verfasser erhält ein Siegeshonorar von 100,- (einhundert) DM, und unter den Einsendern der Benotungen verlosen wir jeweils ein PERRYRHODAN-Buch nach Wahl. Doch nun zu der aktuellen Geschichte auf dieser Seite. Sie wurde geschrieben von Theo Klein, Stollenweg 10, 4712 Werne. Der alte Ritter von Theodor Karl Klein Einst lebte ein alter Ritter in einem noch älteren Dorf. Seine kleine Burg stand am Rande des Ortes auf einem kleinen Hügel. Die verfallenen Mauern wurden von kahlen Sträuchern und alten Bäumen umgeben, die ihre langen Schatten in den Burghof warfen. Dieser war von Löchern zersetzt, Unkraut wucherte. Der Geruch von Alter und Tod lag in der Luft. Gegen Süden erhob sich ein kleiner Turm, dessen Zinnen sich schon vor urdenklichen Zeiten aufgelöst hatten. Eine zerfledderte Fahne mit dem Zeichen des Ritters flatterte träge im Wind. Es war still im Burghof. Die Stille wurde durchbrochen, als sich das große, eicherne Portal im Haupthaus öffnete. Die verrosteten Angeln knarrten das Holz stöhnte. Staub wallte auf. Heraus trat eine Gestalt, gekleidet in einen alten, stumpfglänzenden Panzer. Die Gelenke klapperten, und einige Panzerplatten lösten sich von der Brust und schepperten auf den Boden. Das Visier war hochgeklappt. Ein hageres, zerfurchtes Gesicht wurde sichtbar. Unter buschigen Augenbrauen glänzten im Gegensatz zum äußeren Erscheinen des R itters frische, wache Augen. Sie musterten die Umgebung aufmerksam und nicht mit der üblichen Gleichmütigkeit. Heute war ein besonderer Tag. Der alte Ritter war erschienen, um in das Dorf zu gehen. LeserKontaktseite Er besaß zwar ein Pferd, doch dieses war so alt, daß es kaum mehr einen Sattel tragen konnte, geschweige denn einen Reiter. Mit letzter Kraftanstrengung öffnete der Ritter das Tor zum Burghof. Auch hier knarrten die Angeln fürchterlich. Doch das nahm der Ritter schon gar nicht mehr wahr. Er schloß das Tor hinter sich. Ein kurzer Schwächeanfall ließ ihn gegen die brüchige Mauer stolpern, einige Steinbrocken lösten sich daraus und fielen auf den staubigen Boden. Nachdem sich der alte Ritter erholt hatte, wanderte er die schmale, sich durch das Tal windende Straße zum Dorf hinunter. Der Ritter ging sehr langsam, vom Alter gebeugt. Ein langes Schwert baumelte an seiner Seite. Es sah aus wie neu geschmiedet. Der Ritter brauchte lange bis ins Dorf. Die ärmlichen Hütten standen eng beieinander. Es stank nach Unrat und nach der Ausdünstung der Lebewesen, die hier ihr Leben fristeten. Die Fenster der Hütten hatten kein Glas, gleich zahnlosen Mäulern gähnten sie den Ritter an. Vor dem alten Brunnen in der Dorfmitte hielt er mit seinen Schritten inne. Seine klaren Augen wanderten hm und her, doch sie konnten nichts Verdächtiges entdecken. Auch hier war es still. Wie in einem Grab. Es wehte kein Wind mehr. Die Ruhe vor dem Sturm. * Plötzlich erhob sich ein Getöse aus himmlischen Sphären, Wind peitschte gegen die morschen Hütten, und grauer, dicker Rauch schob sich durch die engen Gassen und Straßen. Der Himmel dröhnte. Lichtblitze zuckten gen Erde und ließen die Menschen in ihren erbärmlichen Behausungen vor Todesangst erzittern. Das Gedröhne wurde immer lauter. Und wie ein Fels stand in allem der alte Ritter, der nur seine guten Augen und sein blitzendes Schwert besaß. Es war wieder soweit. Der Tag des Großen Kampfes war angebrochen. Er hatte ihn auszufechten - wie sein Vater, sein Großvater und dessen Ahnen zuvor. Er zog sein Schwert, und seine Gestalt wirkte wie ein Schemen im sich verziehenden Rauch, wie ein Schatten aus dem Nichts. Der Himmel hielt still. Der Rauch verschwand. Der schlanke Leib des Raumschiffs erhob sich keine fünfhundert Schritte vor dem alten Ritter glänzend gegen die rote Sonne. Ein Sendbote der Götter von OBEN. Die Götter waren