Bővebb ismertető
Wie man mir berichtete, hatten meine Ahnen, angesehen in ihrer Provinz, immer ein gutes Einkommen und einen besonderen Rang. Mein Vater, der Baron de Faublas, vererbte mir ihren alten Adel ohne weitere Schwierigkeiten. Meine Mutter starb zu früh. Ich war noch keine sechzehn Jahre alt, als meine Schwester, um achtzehn Monate jünger als ich, in ein Kloster nach Paris kam.Es war im Oktober 1783, als wir durch den Faubourg Saint-Marceau in Paris eintrafen. Ich forschte nach der herrlichen Stadt und ihrer mir so oft geschilderten Pracht. Ich sah hohe, häßliche Häuser, lange, enge Gassen, von Lumpen bedeckte Unglückliche, zahllose halbnackte Kinder und gräßliches Elend. Ich fragte meinen Vater, ob das Paris sei. Er erwiderte kühl, es sei nicht das hübscheste Viertel, aber es werde uns morgen Zeit genug bleiben, ein anderes zu besuchen. Es war beinahe Nacht. Adelaide, so heißt meine Schwester, betrat das Kloster, in dem sie erwartet wurde. Mein Vater stieg mit mir in der Nähe des Arsenals bei Monsieur Duportail, seinem intimsten Freund, ab, auf den ich im Laufe meiner Erinnerungen noch öfter zurückkommen werde.Am nächsten Tag löste mein Vater sein Versprechen ein. In einer Viertelstunde brachte uns ein Wagen zum Place Louis XV. Hier stiegen wir aus. Der Anblick, der sich mir bot, blendete mich. Rechts die dahinströmende Seine, am Ufer große Schlösser, links üppige Paläste, dahinter eine weite Promenade, vor mir ein prachtvoller Garten. Wir schritten weiter, und ich erblickte die Residenz des Königs. Es ist leichter, sich meine überwältigende Begeisterung vorzustellen, als sie zu schildern. Bei jedem Schritt zogen hundert Dinge meine Aufmerksamkeit an: ich bestaunte die Menschen, den Reichtum ihrer Kleidung, den Zauber des Schmuckes, die Eleganz ihrer Haltung. Jetzt entsann ich mich des gestrigen Stadtviertels, und es schien mir unverständlich, daß dieselbe Stadt solche Gegensätze beherbergen konnte!