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Leviát ging durch die Kaffeehäuser, die Wirtschaften und Spelunken und blieb, seine Skizzenbücher unter dem Arm, jung, in ruhiger, fröhlicher Ergebenheit vor den Gästen stehen. »Meine werten Herren und Damen«, sprach er, »lassen Sie sich von mir ein schönes Porträt zeichnen. Nur fünfzig Fillér, und Sie brauchen dabei nicht still zu sitzen. Sollte es Ihnen nicht gefallen, nehme ich es gern zurück.«
Indem er so seine Kunst anpries, schien sein ganzes Wesen zu ihnen zu sprechen: Ihr wißt ja, ich liebe euch, es ist schön, hier unter euch zu sein, und das Zeichnen, die Kunst, all dies ist mir bloßer Vorwand, um leben zu können, von euch geliebt zu werden.
Und doch war ihm die Kunst nicht nur bloßer Vorwand. Denn Leviát plagte häufig der Ehrgeiz. Wiewohl er aber von sanfter Natur war, plagte auch sein Ehrgeiz ihn nur sanft; des Abends mit einem tiefen Seufzer, beim Einschlafen dann mit wirr-wunderlichen Träumen und am Morgen mit ein wenig Grübelei, ob es nicht wahrhaft besser wäre, einmal etwas Schöneres, Ehrenvolles, Außergewöhnliches zu machen. Eine große Komposition mit vielen Gestalten, mit noch mehr Farben, mit Himmel, Erde und der ganzen Stadt in einem.
Und wenn er daran dachte, was auf diesem Bild sein würde, sah er für gewöhnlich jene Bank vor sich, dort, in der
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