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EINFÜHRUNG^
Die Apostelgeschichte gehört zu den bevorzugt gelesenen Büchern des Neuen Testamentes. Gerade dem Anfänger im Bibellesen wird durch sie Verständnis und Orientierung zuteil für das gesamte neutestamentliche Schrifttum. Ihre Darstellung ist leicht zu fassen, ihre literarische Ordnung ist durchsichtig, und durch das, was sie sagt, wird uns in anschaulicher Weise Einsicht vermittelt in das Heilswerk Gottes in Christus Jesus und in die in ihm gründende Heilseinrichtung der Kirche.
Was will die Apostelgeschichte? Der Titel kann trügen. Denn es geht nicht - wie man erwarten könnte - um das persönliche Geschick und Werk der einzelnen Apostel. Von den Zwölfen, die wir als Apostel im engeren Sinn ansehen, werden nur die Namen mitgeteilt (1,13) und die Ergänzung ihres Kreises durch die Wahl des Matthias (1,26). Nur zwei von ihnen treten in Szene, Petrus und Johannes, und auch da geht Johannes wie eine Begleitfigur neben Petrus einher. Anderseits treten aber auch weitere Gestalten ins Bild: die sieben ersten amtlichen Mitarbeiter der Apostel (K. 6-8) und bald nach ihnen Barnabas und Saulus-Paulus. Und dem letzteren, dem der Aposteltitel auf Grund gesonderter Berufung zuteil wurde, ist der weitaus größere Teil des Buches gewidmet. Wie verstehen wir also den Titel? Praxeis lautet er in der ältesten griechischen Handschriften, und in dieser Fassung klingt er mit ähnlichen Überschriften der außerbiblischen griechischen Literatur zusammen. Es mag sein, daß er so schon von dem mit der hellenistischen Kultur vertrauten Verfasser über sein Werk gesetzt wurde. Um „Handlungen" geht es also, um „Geschehnisse" oder „Ereignisse". Auch „Taten" -lateinisch acta - hat man sie genannt. Diese „Taten" haben
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