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EINFÜHRUNG
D er bekannte Dominikanertheologe M. D. Chenu stellt sich mit der vorliegenden Arbeit eine auf den ersten Blick überraschende Frage: Ist eine Theologie der Arbeit innerhalb der theologischen, also innerhalb der aus der Erwägung des ganzen göttlichen Heilsplans erwachisenen wissensdiafllichen Aussage möglich? Kann hierauf eine bejahende Antwort gegeben werden, dann gehört die Arbeit des Menschen nadi dem Gesamtumfang ihrer begrifflichen Elemente in den Bereich der aufhellenden Offenbarungen Gottes, der sich bei seiner göttlichen Selbstersdiließung in seiner Offenbarung über ihre tiefen Schichten ausgesprochen hat. Damit wird aber dann auch die mensdiliche Arbeit unmittelbar in das Mysterium miteinbezogen, was besagen will, daß sie dem Menschen nicht so oihne weiteres in ihrer ganzen geistigen Dichte zur Verfügung steht. Es gehört vielmehr Gottes Wort notwendig hinzu, damit der Mensch die Arbeit in ihrem letzten Wesen begreifen lernt. Hiermit allerdings wird Gott nicht in die Reihe der Nationalökonomen gestellt; denn es handelt sich nidit um eine 'soziologische, sondern in diesem Fall um eine heilsw'ertige Aussage. Vielmehr ist dann die Arbeit als innerhalb des Mysteriums beiind-lidi im Heilsplan Gottes so verankert, daß nur er allein die Auflichtung in ihrer ganzen Fülle dem Menschen bieten kann, so daß man letztlich nur als tiefgläubiger Mensch dem Geheimnis der Arbeit in seiner Eigentlidikeit zu begegnen vermag.