Bővebb ismertető
FERN VOM ENDE der Straße sah ich den Nachtwächter langsam mit seiner Laterne herankommen. Er sang mit weicher, kummerbeladener Stimme vor sich hin. Als er mich sah, wurde er still; sein runzliges Apfelgesicht wurde gespannt und würdig. Er ging ruhig vorüber. Danach, als er die Ecke der Straße erreichte, begann er den Singsang wieder, und er sang, wie ich aus dem Tonfall schließen konnte, von dem Kommen des Unsterns, dem Gram alter Menschen, dem Ende der Liebe.Die Luft war voll von Moskitos, alles war nach dem Herbstregen feucht und warm. Nacht hatte die Häßlichkeit der Stadt zugedeckt die Plakate, die Telegraphenpfähle, die schäbigen Fordwagen und vor allem die vielen Tagesgeräusche. Alles, was ich vernehmen konnte, war das Gesirr der Moskitos und einen Häuserblock entfernt das leise Gewimmer eines Radios in einem Gafé. Auf einer Außentreppe auf der anderen Seite der Straße standen ein paar Mädchen. Ich konnte ihre dunkle Haut in dem weichen Lampenlicht schimmern sehen. Aber sie waren still; sie sprachen nicht ein Wort. Dann und wann wandte eine von ihnen langsam den Kopf aber das war alles.Draußen vor dem Café stand ein alter, kleiner Mann und starrte in das Strahlen des Lichts, das durch die verzierte Scheibe strömte. Er wußte sogleich, daß ich ihn beobachtete. Einsamkeit hatte seine Sinne geschärft. So kam er zu mir heran und blickte mir ins Gesicht. Sein eigenes Gesicht war im Schatten, aber idi konnte sehen, wie seine Augen durch die Hitze und die Finsternis spähten, kleinen Laternen gleich, gläsern, beharrlich und voll Erfahrung. Sie sind, sagte er in gebrochenem Französisch, ein Fremder in Beirut, nicht wahr? Ich nickte.Beirut ist keine gute Stadt, fuhr er fort. Ich bin hier seit